Buchegg
Dörfer werden mit intelligenten Leuchten ausgestattet

Die Dörfer der Gemeinde Buchegg werden mit LED-Lampen ausgestattet, die das Licht selbst heller und dunkler schalten.

Christof Ramser
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Guido Frenzer zeigte an der Gemeindeversammlung die intelligenten LED-Leuchten, von denen 370 Stück montiert werden sollen.

Guido Frenzer zeigte an der Gemeindeversammlung die intelligenten LED-Leuchten, von denen 370 Stück montiert werden sollen.

Christof Ramser

Schritt für Schritt werden die zehn Dörfer der Gemeinde Buchegg einander angeglichen. Eine wichtige Massnahme wird nächstes Jahr umgesetzt. Die Gemeindeversammlung hat am Donnerstagabend beschlossen, die gesamte Strassenbeleuchtung auf LED umzurüsten. Aetigkofen und Hessigkofen hatte die alten Strassenlampen bereits vor der Gemeindefusion demontiert. Nun werden auch sämtliche anderen alten Leuchten auf Gemeindegebiet ersetzt und mit LED ersetzt.

Insgesamt werden 370 Beleuchtungskörper in Aetingen, Bibern, Brügglen, Gossliwil, Küttigkofen, Kyburg-Buchegg, Mühledorf und Tscheppach installiert. Gemeinderat Guido Frenzer präsentierte den 101 Stimmberechtigten die intelligente Technologie. Bis auf 10 Prozent werden die Lampen in der Nacht gedimmt. Nähern sich Autos, Velos oder Fussgänger, wird die Lichtintensität erhöht.

Durch den viel geringeren Stromverbrauch lassen sich bis zu 40'000 Franken jährlich einsparen. «Es ist also höchste Zeit, dass wir auf LED umstellen», sagte Frenzer. Ein weiterer Vorteil ist, dass auf die umstrittene komplette Nachtabschaltung verzichtet werden. Die Stimmbevölkerung sieht das genau so und genehmigte den Kredit von 310'000 Franken. Noch nicht umgerüstet auf die intelligenten Lampen werden Aetigkofen und Hessigkofen, weil die LED-Beleuchtung noch nicht amortisiert sei.

«Gemeinde informiert zu wenig»

Weniger glatt durch ging das vom Gemeinderat beantragte neue Grundeigentümer- und Gebührenreglement sowie das Wasserreglement mit Gebührenordnung und Gebührentarif. Ruedi Bieri (Mühledorf) stellte den Antrag, diese von der Traktandenliste zu streichen.

Er störte sich daran, dass nicht genau aufgezeigt werde, welche finanzielle Forderungen mit dem neuen Reglement auf Beitragspflichtige zukommen. Damit fehlten wichtige Grundlagen, um die Reglemente zu genehmigen. «Der Gemeinderat kommt seiner Informationspflicht nicht nach», monierte Bieri. Auch bezüglich der künftigen Wasserversorgung in Mühledorf werde man im Dunkeln gelassen.

Gemeindepräsidentin Vreni Meyer entgegnete, dass Grundeigentümer- und Beitragsreglement wie das Wasserreglement auf kantonalen Mustervorlagen basierten. Bezüglich der geforderten Wasserversorgungsplanung in Mühledorf habe der Gemeinderat derzeit schlicht nichts vorweisen. Man werde informieren, sobald etwas vorliege. «Wir können ja nicht einfach ins Leere hinausreden.» Die Anwesenden stellten sich hinter Bieri und genehmigten seinen Antrag mit 48 gegen 38 Stimmen bei einigen Enthaltungen. Die Traktanden wurden nicht behandelt.

Auf Steuererhöhung verzichtet

Zur Kenntnis genommen hat die Versammlung das Sanierungsprogramm für die Kantonsstrassen auf Gemeindegebiet. Für Belagssanierungen in Aetigkofen, Bibern, Küttigkofen, Mühledorf und Tscheppach werden gegen 500'000 Franken fällig. Weil die Ausgaben gebunden sind, bleibt der Gemeinde nichts anderes, als die Ausgaben durchzuwinken. Einstimmig und ohne Wortmeldung genehmigt wurde das Budget. Es sieht für 2017 ein Defizit von 577'000 Franken vor.

Das kratzt am Eigenkapital von 5,8 Millionen. Um ein ausgeglichenes Budget zu erreichen, müsste der Steuerfuss um 10 Prozent erhöht werden. Der Gemeinderat verzichtete aber nach drei erfolglosen Anläufen erstmals auf einen Antrag zur Steuererhöhung. Die Anträge wurden bisher stets abgeschmettert. Der Steuersatz bleibt auf 115 Prozent.

Einstimmig genehmigt wurde schliesslich die finanzielle Beteiligung an den Zentrumslasten in Solothurn. Die Gelder werden via Regionalplanungsgruppe Espace Solothurn an die Institutionen ausbezahlt.

Buchegg zahlt künftig jährlich rund 28'000 Franken an das Stadttheater, das Alte Spital, die Zentralbibliothek und das Naturmuseum in Solothurn sowie an die Kunsteisbahn in Zuchwil. Alimentiert werden zudem die vernetzten Flächen der Landwirte für die Verbesserung der Landschaftsqualität. Der Beitrag ist etwas tiefer als in den vergangenen Jahren.

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