Biberist

Diskussionen um die künftige Nutzung des Werkhofschulhauses

Die Feuerwehr braucht mehr Platz für ihre Fahrzeuge.

Die Feuerwehr braucht mehr Platz für ihre Fahrzeuge.

Die Feuerwehr braucht mehr Platz und wenn das Militär weiterhin untergebracht werden soll, dann müssen die Nutzungen im Schulhaus entflochten werden.

Die Arbeitsgruppe strategische Gebäudeplanung hat dem Gemeinderat Biberist einen Zwischenbericht vorgelegt. Bevor die AG weiterarbeitet, wurde der Gemeinderat dazu aufgefordert, Vorentscheidungen zu treffen, damit in klaren Leitplanken weitergearbeitet werden könne. Schnell zeigte sich, dass das Werkhofschulhaus der grösste Zankapfel ist. Dieses wird von der Schule, der Feuerwehr und dem Militär genutzt. Die Feuerwehr braucht dringend mehr Platz, möchte aber am jetzigen Standort bleiben, den sie als ideal ansieht, weil er zentral liegt und die Zu- und Wegfahrt schnell erfolgen kann. Die Platzprobleme müssen deshalb auf längere Sicht mit einem Ergänzungsbau gelöst werden.

Diskussion über Nutzung durch das Militär

Lange Diskussionen gab es um die Nutzung des Schulhauses durch das Militär. Problematisch ist dabei, dass der Zugang zur Unterkunft im Dachgeschoss durch das Schulhaus hindurch erfolgt. Eine Entflechtung der Nutzer sei nötig. Mehr als sauer stiess Markus Dick (SVP) auf, dass die AG in ihrem Arbeitspapier forderte, dass die Einquartierung des Militärs «Gewinn abwerfen» müsse. Biberist verfolge damit einen militärfeindlichen Kurs, den er nicht unterstützen könne. Tatsächlich gab es mehrere Anträge aus dem Rat zu diesem Punkt. Am Schluss war das Bild deutlich: Das Militär soll weiterhin dort untergebracht werden. Man will aber die Ertragssituation künftig beobachten.

Der Gemeinderat hat weiter beschlossen, die Feuerwehr am heutigen Standort zu belassen. Der 1. Stock im Werkhofschulhaus soll auch künftig durch die Schule genützt werden. Unbestritten war zudem, dass die Kindergärten weiterhin dezentral geführt werden. Der Gemeinderat kann sich aber vorstellen, dass ein allfälliger Neubau auf dem Bleichemattareal, und damit zentral, erfolgen könnte. Der Werkhof soll vorläufig ebenfalls am heutigen Standort stehen bleiben.

Vertrag mit Grenchen als Versicherung

Zurzeit hat Biberist einen Vertrag mit den städtischen Werken Grenchen, der die Gemeinde dazu berechtigt, 550 Kubikmeter Wasser pro Tag von der Grenchner Wasserversorgung zu beziehen. Weil das Biberister Trinkwasser mit Chlorothalonil belastet ist, wird es zurzeit mit Wasser aus dem Pumpwerk Tannwald, das zu Grenchen gehört, gemischt. So werden die Grenzwerte eingehalten. Der Gemeinderat hat auf Antrag der Bau- und Werkkomission (BWK) beschlossen, den Vertrag mit Grenchen anzupassen, sodass vorläufig für ein Jahr maximal 2150 Kubikmeter pro Tag gepumpt werden könnten. «Wir wissen heute nicht, wie sich die Chlorothalonil-Werte entwickeln, und ob wir tatsächlich mehr Wasser von Grenchen brauchen. Möglicherweise geht es auch künftig mit den heutigen Mengen», machte Uriel Kramer (Präsident BWK) deutlich. Passe man den Vertrag an, so müsse man mit fixen Kosten von 120'000 Franken rechnen. Diese werden der Spezialfinanzierung Wasser belastet, die zurzeit ein Eigenkapital von über 600'000 Franken aufweist. Passe man den Vertrag nicht an und es komme zum Worst Case, dann laufe die Gemeinde Gefahr, Mehrkosten von bis zu 1,1 Mio. Franken zahlen zu müssen.

Der Gemeinderat folgte dem Antrag der Baukommission einstimmig und betrachtet die Anpassung des Vertrages als «Versicherung», damit die Gemeinde ihrer Bevölkerung jederzeit einwandfreies Trinkwasser liefern kann.

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