Recherswil
Diskussionen rund um die Entsorgung von Grüngut und Karton

Bei der Grünabfuhr bleibt in Recherswil alles beim Alten. Karton wird neu von Haus zu Haus eingesammelt und auf eine ständige Elektroschrottsammelstelle verzichtet.

Rahel Meier
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Das Grünmaterial aus Recherswil wird weiterhin in die Kompostieranlage in Zielebach geführt. (Themenbild)

Das Grünmaterial aus Recherswil wird weiterhin in die Kompostieranlage in Zielebach geführt. (Themenbild)

Solothurner Zeitung

Der Gemeinderat hat sich mit der Entsorgung des Grüngutes, aber auch mit der Kartonsammlung und dem Entsorgen von Elektroschrott beschäftigt. Bei der Grüngutsammlung bleibt (fast) alles beim Alten. Das Grüngut soll auch künftig von der Firma Kurt Steiner eingesammelt und in die Kompostieranlage Schneider in Zielebach gebracht werden. Zur Diskussion stand ein Wechsel zur Kompogas Utzenstorf AG. Diese Variante wäre aber rund 25000 Franken teurer geworden. Gleichzeitig wurde der bestehende Vertrag aus dem Jahr 2008 für die Grünabfuhr angepasst. Neu soll das Grüngut offiziell 22 Mal eingesammelt werden. Dies passiert bereits seit einiger Zeit so, war aber nicht geregelt. Auch wurde der Stundenansatz für das Unternehmen leicht erhöht.

In Recherswil wird zudem auf einen Presscontainer für Karton und eine Mulde für Elektroschrott verzichtet. Beides sollte eigentlich diesen Sommer beim Werkhof aufgestellt werden. Ein Betrag von 24000 Franken ist im Budget enthalten. Die Bau-, Werk- und Umweltkommission hat nun aber den Antrag gestellt, auf die permanente Sammlung von Elektroschrott zu verzichten, da diese mit hohen Auflagen verbunden ist. Beispielsweise einer Videoüberwachung. Elektroschrott soll ein Mal pro Jahr eingesammelt werden, jeweils gleichzeitig mit der Sonderabfallsammlung. Karton soll neu künftig fünf Mal pro Jahr von Haus zu Haus eingesammelt werden.

Massnahmen scheinen nicht nötig

Der Gemeinderat Recherswil hat sich zudem mit einer Anfrage von Familie aktiv beschäftigt. Der Verein hat darauf hingewiesen, dass er sich bezüglich der Sicherheit des Schulweges der Kinder Gedanken macht. Er bat deshalb darum, die Verkehrssituation bei der Brücke Freiheit-Waldstrasse zu überprüfen. Der Umweg via Unterführung sei relativ weit und die Lärmemissionen von der Autobahn her hoch. Familie aktiv hat vorgeschlagen, eine Treppe auf beiden Seiten der Brücke zu bauen, oder einen Radweg zu markieren. Abklärungen bei der Abteilung Verkehrssicherheit der Kantonspolizei hätten ergeben, dass an dieser stelle noch nie ein Unfall geschehen ist und für die Polizei kein Handlungsbedarf besteht. Bautechnisch seien Verkehrsmassnahmen bei der Brücke ebenfalls nur schwierig umsetzbar. Zurzeit wird zudem über eine Tempo-30-Zone für die Gemeinde diskutiert. Weiter soll die Autobahn 2022 mit einem Flüsterbelag versehen werden, sodass auch die Lärmemissionen abnehmen sollten.

Der Gemeinderat hat weiter zwei Nachtragskredite genehmigt. Einen über 20000 Franken für eine neue Beleuchtung im Saal 1 im Werkhof. Einen zweiten über 8500 Franken für die längst fällige Zustandsanalyse aller Gemeindeliegenschaften.

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