Subingen
Dinosaurier anstatt Tiger? Stricklers Raubtierpark soll zum Dinopark werden

In diesem Frühling verlassen die Raubtiere von René Strickler Subingen. Eine Schaustellertruppe möchte nun auf der grossen Wiese im Gewerbegebiet einen Dinopark aufbauen.

Merken
Drucken
Teilen
René Stricklers Raubtiere verlassen bald Subingen. Auf der grossen Wiese soll nun ein Dinosaurier-Park entstehen. (Archivbild)

René Stricklers Raubtiere verlassen bald Subingen. Auf der grossen Wiese soll nun ein Dinosaurier-Park entstehen. (Archivbild)

Urs Byland

Bald verlassen René Stricklers Raubtiere Subingen (mit grösster Wahrscheinlichkeit). Der Wegzug von einer grossen Wiese im Gewerbegebiet soll in diesem Frühling erfolgen, nachdem der Sikypark in Crémines im Februar die Baubewilligung für die neuen Gehege erhalten hat. Dorthin zieht Strickler mit seinen Grosskatzen.

Aber Subingen wird nicht darben müssen. Bald werden wieder wilde Tiere die Gemeinde stürmen. Konkret hat eine Schaustellertruppe eine Anfrage an die Gemeinde gerichtet, ihre Dinosaurier dort präsentieren zu dürfen. Sie wollen mit Tyrannosaurus Rex, Diplodocus und Konsorten Subingen beglücken.

Dabei sind es keine lebenden Klone, die Menschen und Tiere mit Haut und Haar verschlingen, sondern abwaschbare Plastiktiere. Dafür sollen sie lebensgross und manche gar mittels Motoren in Bewegung sein. Das Spektakel, der Dinopark mit weiteren Unterhaltungs- und Bildungselementen, soll noch in diesem Jahr einige Wochen lang die Massen nach Subingen locken.

Weil aber mit dem Turnfest und einem Zirkus mögliche Areale in Subingen in diesem Jahr bereits belegt sein werden, musste ein neues Areal gefunden werden. Und siehe da, man wurde fündig. Es gibt da eine grosse Wiese im Gewerbegebiet, die bald zur Miete zu haben ist.

Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold informierte seine Gemeinderatskolleginnen und -kollegen, dass der Landbesitzer die Wiese an die Dinosauriertruppe vermietet hat. Die Schausteller haben aber versichert, dass sie tatsächlich nur einige Wochen bleiben wollen ... (uby)

Ein Faible für Raubtiere hatte Strickler schon immer. Bis 1994 war Strickler mit seinen Raubtieren in verschiedenen Zirkusunternehmen in Europa engagiert – auch für den Zirkus Knie. Das Foto stammt aus dem Jahre 2002, vor der Gründung des Raubtierparks 2003 reiste Strickler mit seinen Tieren durch die Schweiz.
11 Bilder
2003 mietet Strickler für fünf Jahre ein Gebäude sowie rund 6000 Quadratmeter Land in Subingen. Eigentümerin des Geländes ist die Espace Real Estate Holding AG.
2005 muss er ein neues Baugesuch einreichen Es kommen immer wieder neue Gehege und Gebäude dazu, die auf einen permanenten Raubtierpark hindeuten.
Wie finanziert sich ein Raubtier-Themenpark? 2007 erhält Strickler zwar die Bewilligung, in Dompierre (FR) einen 42'000 Quadratmeter grossen Raubtierpark-Themenpark zu bauen, die Finanzierung des 35-Millionen-Projekts ist jedoch nicht gesichert.
2008 wird der Mietvertrag noch einmal für drei Jahre verlängert Die Zukunft der Raubtiere scheint wenigstens für eine Weile gesichert.
Im August 2009 wird jedoch bekannt, dass der Mietvertrag vor Monaten gekündigt wurde. Wohin nun mit den Tieren?
Im Januar 2010 erreicht René Strickler eine Mieterstreckung für drei weitere Jahre Die Raubtiere, darunter auch seltene Exemplare wie dieser weisse Tiger mit Namen Arisha, und die 50 kleineren Tiere, wie Hasen, Schweine oder Ziegen sind noch einmal um eine Räumung herum gekommen.
2013 fordert Strickler vergeblich eine weitere Mieterstreckung um drei Jahre. 2014 einigt er sich vor der Zivilabteilung des Richteramts Bucheggberg-Wasseramt auf einen Vergleich für die Räumung des Raubtierparks auf Ende 2015.
Trotz der angekündigten Räumung des Parks bis Ende 2015 räumt das Amtsgericht René Strickler nochmals grosszügige Fristen zu. Im März 2016 bekunden rund 200 Fans des Tierparks ihre Solidarität.
2016 gründete Stricker die Raubtierpark Subingen AG (archiv) Der Raubtierpark sollte nun nach Crémines in die Siky Ranch zügeln, die von der Rauptierpark Subingen AG übernommen wurde. Dafür wurde das Aktienkapital um 2 Millionen Franken erhöht.
Der Raubtierpark Subingen wird nun in den Berner Jura umziehen Der neue Standort des Rabutierparks wird die Siky Ranch in Crémines sein. Der Raubtierpark wird nach Umbauarbeiten im Sommer im Herbst in die Ranch einziehen.

Ein Faible für Raubtiere hatte Strickler schon immer. Bis 1994 war Strickler mit seinen Raubtieren in verschiedenen Zirkusunternehmen in Europa engagiert – auch für den Zirkus Knie. Das Foto stammt aus dem Jahre 2002, vor der Gründung des Raubtierparks 2003 reiste Strickler mit seinen Tieren durch die Schweiz.

Urs Lindt