Soziale Medien

Digital reisen mit dem Erbauer des Schloss Waldegg

Sobald das Schloss wieder offen ist, sollen die Besucherinnen und Besucher an Sonntagen durch das Haupttor schreiten dürfen.

Sobald das Schloss wieder offen ist, sollen die Besucherinnen und Besucher an Sonntagen durch das Haupttor schreiten dürfen.

Das Schloss Waldegg ist auf Facebook und via Instagram aktiv und erschliesst sich so Interessierten in ganz Europa.

Johann Viktor I. von Besenval war nicht nur der Erbauer von Schloss Waldegg, er war auch reiselustig. Gemeinsam mit drei Gefährten begab er sich von 1661 bis 1662 auf eine «Grand Tour», eine Bildungsreise durch ganz Europa. Wer trotz Coronavirus mitreisen möchte, kann dies zurzeit auf Facebook und Instagram machen (siehe Kontext).

«Wir sind seit Juni 2016 auf Facebook aktiv und haben in der Zwischenzeit rund 5500 Follower. Mit Instagram haben wir im April 2018 begonnen, hier folgen uns auch schon über 4000 Personen», erklärt Andreas Affolter (Leiter Schloss Waldegg). Das zeige, dass das Interesse am Schloss Waldegg da sei. Wichtig ist Affolter nicht die Zahl der Follower, sondern die Präsenz des Schlosses. «Wir möchten auf diesem Weg potenzielle Besucher ansprechen.»

Bisher wurden vorwiegend Fotos gepostet. «Das Schloss ist visuell sehr attraktiv, darum eignen sich Bilder besonders gut, um es zu präsentieren.» Dazu kommen je nachdem auch dazu passende Geschichten oder Informationen zu einzelnen Räumen oder Personen, die mit dem Schloss verbunden sind. «Den grössten Teil der Bilder mache ich selbst», so Affolter. 

Präsenz im Netz ist für das Schloss wichtig

Viele Institutionen würden heute die digitalen Kanäle nützen. Vor 20 Jahren machte man mit einem Internetauftritt auf sich aufmerksam. Heute würden neue Formen genützt. «Bei den sozialen Medien kann man zudem dank der Likes oder der Kommentare gut beobachten, wie ein Beitrag ankommt.»

Und es lassen sich auch Rückschlüsse beispielsweise über die Herkunft der Personen oder deren Alter ziehen. «Via Instagram komme ich auch zu neuen Bildern der Waldegg», meint Affolter. Sehe er auf einem Account etwas Spezielles, frage er die Urheber jeweils an, ob er den Beitrag teilen dürfe. Und daraus würden sich wieder neue Kontakte ergeben.

Pause für Hintergrundarbeit nützen

Und was macht man auf der Waldegg, wenn die Türen geschlossen und keine Besucher da sind? «Wir nützen die Zeit für Unterhaltsarbeiten im Schloss. Zudem kümmern wir uns um das Archiv und das Inventar. Das sind Arbeiten, die im Alltag zu kurz kommen.» Affolter hofft, dass das Museum ab 8. Juni wieder öffnen darf. Jeweils sonntags soll ab dann neu auch das Hauptportal geöffnet werden.

So können Besucher durch die Allee auf dem Längweg spazieren und dann direkt über die grosse Treppe in den Schlossgarten spazieren. «Damit erleben Gäste die Ankunft auf dem prächtigen Sommersitz auf
die gleiche Art, wie die Zeitgenossen des Schlosserbauers», meint Affolter. Er hofft zudem, dass die Besucher dann nicht nur im Garten verweilen, sondern auch das Innere des Schlosses besuchen.
Ob und welche Veranstaltungen ab Anfang Juni durchgeführt werden dürfen, kann Andreas Affolter noch nicht sagen. «Wir hoffen natürlich, dass sich der Betrieb auf dem Schloss Waldegg sehr bald wieder normalisieren wird.»

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