Als Mirjam und Markus Lüthi-Probst das erste Zimmer für einen «Bed and Breakfast»-Betrieb auf ihrem Bellacher Aarhof eingerichtet hatten, stellten sie an der Veloroute an der Aare ein Schild auf, das auf die neu eröffnete Unterkunft hinwies. «Keine zehn Minuten später standen zwei Fahrradfahrer vor der Tür», erinnert sich Markus Lüthi. Hinter ihm erstrecken sich schier endlose Felder, auf denen der Landwirt Quinoa, Mais, Weizen und Sonnenblumen anpflanzt. Nutztiere gibt es hier keine. Aber das Bauernhof-Feeling sei auch so sehr attraktiv für viele Leute, sagt Mirjam Lüthi, die auf dem Hof aufgewachsen ist.

Grega-Aussteller und Piloten

Mit Katzen, Hasen, Minipigs und einem grossen Spielplatz ist der Aarhof zudem ausgesprochen familienfreundlich. Aber auch Geschäftsreisende wie etwa HESO- und Grega/mia-Aussteller finden den Weg zum BnB in Bellach (wenn auch schon manch einer vom Navigationsgerät auf die falsche Seite der Eisenbahnschienen dirigiert wurde). Swiss-Piloten in Ausbildung hätten früher ebenfalls oft bei ihnen übernachtet, doch für die gebe es nun ein neues Arrangement.

Die nahegelegene Aare lädt im Sommer zudem zum Baden ein; und die Radroute am Fluss macht das BnB unter Velofahrern sehr beliebt – deshalb seien sie damals auch überhaupt auf die Idee gekommen, Zimmer zu vermieten, erklärt das Ehepaar: Sie begeben sich schliesslich beide auch selbst gerne auf Velotouren. «Damals, vor zehn Jahren, waren BnBs noch nicht so bekannt hier in der Umgebung», sagt Mirjam Lüthi. «Auch heute haben wir nicht viel Konkurrenz hier.»

Unkomplizierte Gäste

Für ihre Gäste backt sie gerne Brot oder macht selber Konfitüre. «Oft kaufen mir die Leute dann auch gleich ein Glas Konfitüre ab», freut sich die Mutter zweier Töchter. Mit ihrem BnB mit vier Doppelzimmern ist das Ehepaar sehr zufrieden. «Wir haben immer sehr unkomplizierte, angenehme Gäste», versichert Markus Lüthi.