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Diese Kinder erklären, warum Trachtentanz «mega cool» ist

Von links: Yves und Mael haben wegen neuer Interessen aufgehört als Tänzer der Kindertanzgruppe der Trachtengruppe Kriegstetten; Melanie und Laura wollen weitermachen.

Von links: Yves und Mael haben wegen neuer Interessen aufgehört als Tänzer der Kindertanzgruppe der Trachtengruppe Kriegstetten; Melanie und Laura wollen weitermachen.

Traditionell tritt am «Trachtezmorge» die Kindertanzgruppe auf. Ehemalige und aktuelle junge Mitglieder beantworteten Fragen zu ihrer Motivation.

«Als Mami mir damals den Brief zeigte, mit dem die Trachtengruppe Kriegstetten Buben und Mädchen suchte für die Kindertanzgruppe, wollte ich mitmachen», erzählt der 8-jährige Mael. «Meine Grosseltern sind beide seit vielen Jahren bei der Trachtengruppe aktiv und sie erzählten oft, wie lustig sie es haben.»

Der neunjährige Yves erinnert sich nicht mehr, wieso er zur Gruppe stiess. Wahrscheinlich, weil ein Schulkamerad dabei war. Beide Buben sagen aus einem Mund, es sei eine schöne Zeit gewesen. Die Tanzleiterin Regula Richard sei geduldig und megacool. Wenn jemand etwas nicht «checke», zeige sie es viele Male vor.

Andere Interessen

Mael berichtet abgeklärt, dass er sich zurückgezogen habe, weil er lieber Fussball spielen wollte. Dazu seien die Hausaufgaben gekommen. «Wenn man älter wird und einen Sport betreibt», fasst Yves zusammen, «hat man fast keine Freizeit mehr.» Deshalb seien sie zusammen aus der Tanzgruppe ausgetreten.

Hingegen könnten sie jedem jüngeren Bub empfehlen, mitzutanzen, denn sie hätten einiges gelernt in mancher Beziehung. Die beiden wissen offensichtlich, wie Werbung geht…

Die sechsjährigen Laura und Melanie sind nervös, weil sie am 32. Trachtezmorge der Trachtengruppe Kriegstetten (TGK) einen Auftritt haben. «Aber», hält Laura fest, «ich freue mich auch aufs Tanzen.» Es sei schön, wenn Mami und Papi und viele andere Leute zuschauen.

Sie üben einmal pro Woche mit ihren zwölf Gspänli. «Bis jetzt habe ich noch nie gedacht, dass ich lieber daheim bleiben würde», sagt Melanie. Regula sei eine ganz liebe und geduldige, sie schimpfe nie. Auf die Frage, ob sie anderen Mädchen empfehlen würden, mit ihnen zu tanzen, meinen sie, nachdem sie sich abgesprochen haben: «Also wir müssten zuerst schauen, ob sie das überhaupt können.»

«Ihr dürft nicht aufhören»

Auch wenn das Wetter dieses Jahr für einmal nicht mitspielte, kam die treue Stammkundschaft in Scharen ans Trachtezmorge. «Wir hatten nicht weniger zu tun als an prächtig sonnigen Tagen», betonte Marianne Steiner vom Hof an der Hauptstrasse, wo der Anlass zum 32. Mal stattfand.

Zum Glück hätten sie in der TGK ein gutes Verhältnis untereinander, sodass sie einander unterstützen und ihre Söhne und Töchter mitbringen als Helferinnen und Helfer. Schliesslich seien einige über 70, es zwicke hier und klemme dort. Aber sie wollen weitermachen. Worauf eine Besucherin sagte: «Ihr dürft gar nicht aufhören; ihr würdet zu viele Leute enttäuschen.»

Wer sich für einen Beitritt zur TGK (Pflege von Brauchtum mit Volksliedern und Tänzen) interessiert, meldet sich bei der Präsidentin Regula Richard, 032 682 44 76.

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