Seit 2016 amtete er als Gesamtschulleiter im Schulkreis Geslor (Gemeinsame Schule Langendorf, Oberdorf, Rüttenen). 19 Jahre war Thomas Suter zuerst als Primarlehrer in Rüttenen und anschliessend als Sekundarlehrer an der Oberstufe in Langendorf tätig. Aus sechzig Bewerbungen hat der Vorstand des Blumenhauses Buchegg ihn zum neuen Leiter der Institution gewählt. «Ich freue mich von ganzem Herzen auf diese neue Aufgabe», unterstreicht der 42-Jährige, der ganz bewusst, wie er betont, «eine Chance, die sich vielleicht nur ein Mal im Leben stellt» ergreift.

Den Schulkreis, die Gemeinden, ihre Bevölkerung, die Schuljugend und seine Kollegenschaft verlasse er mit Wehmut im Herzen. «Ich bin hier in eurem Kreis sehr glücklich gewesen», bekräftigte er bereits auch brieflich gegenüber Behörden, Eltern, Schülerinnen und Schülern und dem 90-köpfigen Team der Geslor-Lehrkräfte. Die «gut aufgestellten Geslor-Schulen» zu verlassen, sei ihm wirklich schwergefallen. Während der berufsbegleitend absolvierten Ausbildung zum Schulleiter sei ihm bewusst geworden, dass Organisieren, Trouble-Shooting, das weite Feld des flexiblen «Change-Management», ebenso das Führen von Mitarbeitenden nach pädagogischen, sozialen und marktwirtschaftlichen Grundsätzen, aber auch die intensive Zuwendung zu Menschen, nicht nur im Schulwesen, sondern auch in vielen weiteren Verantwortungsbereichen erforderlich sind. 

«Die Leitungsaufgabe im Blumenhaus stellt für mich eine neue Herausforderung dar. Mit diesem Schritt vorwärts – auch ins Unbekannte – möchte ich mich weiterentwickeln», erläutert Suter sein Wechsel-Motiv. Schon das professionell durchgeführte Auswahlverfahren im Blumenhaus habe ihn beeindruckt, doch regelrechte Begeisterung sei entstanden, als er die Institution, ihre Strukturen, die Bereichsleitungen und den besonderen, warmherzigen «Spirit» des Blumenhauses kennen gelernt habe. «Ich habe sofort gemerkt, mein Wechsel passt für alle Beteiligten und auch für mich.»

Soziale Ader

Er sei mit Leib und Seele Lehrer gewesen und habe diesen Berufswunsch schon in seiner Zeit auf der Kantonsschule verfolgt. «Zudem habe ich immer eine Affinität zu Jugendlichen mit speziellem Förderbedarf gehabt», blickt er auf seinen Unterrichtsstil und die Begleitung Heranwachsender zurück. Deshalb sei seine «soziale Ader» für ihn der wesentliche Anreiz, sich in die künftige Wirkungsstätte ab dem 1. Mai mit allen Kräften einzubringen. «Ich werde etliche Monate lang ‹Auszubildender› bleiben, aber ich scheue mich nicht, alle Beteiligten zu fragen, um mich intensiv in die neue Materie einzuarbeiten.»

Er habe keinesfalls vor, alles «umzukrempeln», später aber nach entsprechender Einsicht durchaus auch neue Impulse einzubringen. Bauen und Sanieren werde für ihn wie jetzt in den drei Geslor-Schulhäusern auch in der Mehrjahresplanung in Buchegg ein wichtiges Thema bleiben. Rund 200 Mitarbeitende, die sich um das Wohl der Blumenhaus-Bewohnenden mit besonderen Bedürfnissen in der Altersspanne vom Kindergartenkind bis zum Senior kümmern, erwarten, wie er glaubt, mit Spannung ihre neue Leitungspersönlichkeit.

Suter ist überzeugt, «...dass unsere häufig so selbstzentrierte Gesellschaft durch die Begegnung mit behinderten Menschen mehr Demut erfährt». Als Pädagoge unterstreicht er den auch für ihn geltenden Leitsatz, dass der Mensch immer im Mittelpunkt stehe.