Selzach

Die zusätzlichen Steuer-Millionen haben eine unerfreuliche Folge

Die Rechnung von Selzach schliesst mit einem hohen Ertragsüberschuss. (Archiv)

Die Rechnung von Selzach schliesst mit einem hohen Ertragsüberschuss. (Archiv)

An der Gemeindeversammlung wurde die Teilrevision der Gemeindeordnung diskutiert. Weiter wurde die Rechnung 2016 und der Erwerb eines Landstücks besprochen.

Die Schaffung des Kinderhortes und die Zusammenführung aller Angebote der Kinderbetreuung unter einem Dach mit der Gemeinde als Trägerschaft machte eine Anpassung der Gemeindeordnung notwendig.

Dabei ging es um die Kompetenzverteilung des Gemeinderats, des Gemeindepräsidiums und des Chefangestellten beim Anstellungsprozess von künftigem Personal. Im Vorfeld umschrieb Gemeinderätin und Präsidentin vom Verein Kind und Familie, Franziska Grab, die Erfolgsgeschichte des Angebotes zur Kinderbetreuung, das seinen Anfang 2003 nahm und seither stetig erweitert wurde: Hausaufgabenbetreuung, Kinderkrippe, Mittagstisch, Waldspielgruppe, Kita und nun den Kinderhort.

Die Übergabe des Angebots vom Verein an die Gemeinde soll am ersten Januar 2018 erfolgen, insofern sich der Verein an der Mitgliederversammlung auch dafür entscheidet. Die Gemeindeversammlung, bestehend aus 46 Stimmberechtigten, hat mit drei Enthaltungen die Teilrevision der Gemeindeordnung angenommen und so der Übergabe zugestimmt.

Industrieland gekauft

Die Rechnung 2016 schliesst nach den Abschreibungen und der Rückstellung für den Finanzausgleich mit einem Ertragsüberschuss von 9.151 Millionen Franken ab. Diese grosse Abweichung zum budgetierten Aufwandüberschuss von 656'000 Franken erklärt sich mit der ausserordentlichen Steuerzahlung aus dem Jahr 2014, die gesamthaft rund 13.551 Millionen Franken betrug.

Die Selbstfinanzierung beträgt deswegen gegenwärtig 689.80 Prozent, das Nettovermögen pro Einwohner ist von 3591 Franken auf 5803 Franken angestiegen. Gemäss Prognose wird sich diese eingenommene Summe beträchtlich auf den Beitrag an den Finanzausgleich auswirken, gerechnet wird mit einem Betrag in der Höhe von 800'000 Franken. Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital zugeschrieben.

Die Gemeindeversammlung hat auch dem Erwerb des «Längstücki», einer Teilfläche von 8320 Quadratmetern an der Solothurnstrasse, zugestimmt. Wäre abgelehnt worden, wäre das «Längstücki» zur Reservezone und damit zur Landwirtschaftszone geworden. Eine Umzonung zum Industrieland wäre dadurch mit der jetzigen Raumplanung kaum mehr möglich geworden. Der Preis des «Längstücki» liegt bei 132 Franken pro Quadratmeter. Hierfür wird ein Nachtragskredit von 1'096'800 Franken zum Budget 2017 genehmigt.

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