Luterbach

Die «Wylihof»-Geschichte neu aufgearbeitet

Heute ist der Wylihof ein Golfplatz.

Heute ist der Wylihof ein Golfplatz.

Unter dem Titel «Vom Wile bey Lutterbach zum Wylihof» ist eine neue Schrift zur Geschichte des «Wylihofs» erschienen.

Das mit Gebäuden aus unterschiedlichen Jahrhunderten bestückte Gelände liegt zwischen Luterbach und dem Attisholz; heute frönen auf rund 17/18 des ursprünglich ganzen Wylihofs die Golfer ihrem Hobby und auf 1/18 liegt das heutige Seminar-Zentrum «Parkforum Wylihof».

Im «Solothurner Jahrbuch 2017 – der Staatskalender» wird über die neue Broschüre berichtet unter Berücksichtigung der Bedeutung des Wylihofes in der Industriegeschichte des Kantons. Das hat einen triftigen Grund: Nebst der Geschichte von wechselnden Herrschaftsverhältnissen durch verschiedene Dynastien «von und zu» quer durch den «Solothurner Adel» spielt der Wylihof nämlich auch in der Industriegeschichte eine wichtige Rolle. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gründete Robert Vigier-Kiefer im Wylihof die erste solothurnische und schweizerische Fabrik für den künstlichen Baustoff «Portlandzement». Bis «Vigier-Zement» aus Luterbach bezogen werden konnte, musste der Baustoff vollumfänglich aus dem Ausland importiert werden.

Seit 1996 wechselten die Gebäude des Wylihofs nach und nach den Besitzer, diesmal von der Firma Vigier Holding AG hin zur Familie Yvonne und Jürg Hürlimann-Hockenjos. Yvonne Hürlimann ist in direkter Linie eine Nachfahrin des erwähnten Begründers der Zement-Fabrik, Robert Vigier-Kiefer. Mit diesem Erwerb kam es auch zu der Neuausrichtung des Wylihofs hin zum «Parkforum Wylihof». (Mgt)

«Vom Wile bey Lutterbach zum Wylihof», Herausgeberin Yvonne Hürlimann- Hockenjos, erhältlich bei Bücher Lüthy Solothurn oder online: www.buchhaus.ch

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