71'700 Franken flossen letztes Jahr durch abgeschriebene Steuerforderungen aus den Jahren 1997 und 1998 und 2004 bis 2008 in die Gemeindekasse. Diese unerwarteten Steuereinnahmen, ein Betrag aus dem Topf des Finanzausgleichs von 600'000 Franken und der Verkauf von Aktien der AEK für 112'700 Franken führten zu einer ausgezeichneten Jahresrechnung.

Sie schloss mit einem Ertragsüberschuss von 485'244 Franken ab. «Solch unerwartete Steuereinnahmen kommen nicht so schnell wieder vor», bekannte Finanzverwalter Andreas Winistörfer bei der Präsentation der Rechnung an der Gemeindeversammlung. Die Nettoinvestitionen betrugen 134'500 Franken, wobei der Ersatz der Wasserleitung im Zelgli Kosten von 130'000 Franken verursachte. Der Gewinn wird dem Eigenkapital zugeschlagen.

Fusion wirkt sich finanziell aus

Gemeindepräsident Brandon Miller freute sich zwar über den guten Abschluss. Er lobte die Verwaltung für ihre Budgettreue. Auch seien durch die Fusion vor fünf Jahren Synergien genutzt und die geplanten Sparmassnahmen erfolgreich umgesetzt worden. «Es ist die fünfte erfreulich positive Rechnung nach der Fusion», stellte er fest.

Doch Miller ist sich bewusst, dass der gute Abschluss mit Vorsicht zu betrachten sei. Steuerforderungen in dieser Höhe werde es nicht mehr geben. Zudem werde der Finanzausgleich wegfallen und die Sozialkosten würden steigen, prophezeite Miller. «Im 2019 werden wir den Steuersatz überprüfen müssen», befürchtete er. Die 43 Anwesenden nahmen die Rechnung einstimmig an.

Eine andere Art der Bestattung

Der aufmerksame Spaziergänger findet im Wald östlich des Ortsteils Hersiwil seit kurzem eine Anzahl Bäume, die mit kleinen Metallplättchen mit Buchstaben darauf gekennzeichnet sind. Hier wurde im Frühling ein sogenannter «FriedWald» eröffnet. «In diesem Stück Wald haben die Leute die Möglichkeit, die Asche ihrer verstorbenen Angehörigen in den Wurzelbereich eines Baumes einzubringen», erklärte Gemeinderätin Rosalie Stettler.

Mit der Zeit könne die Asche einer ganzen Familie vergraben werden. Auch die Bestattung von Haustieren sei erlaubt, führte sie weiter aus. Die Kosten für einen Baum belaufen sich auf 4900 Franken, egal wie viele Male Asche vergraben wird.

Mit diesem Angebot folgt die Gemeinde dem Trend nach einer alternativen Art der Bestattung. Kein Kreuz, keine Blumen, kein «Schickimicki», wie Stettler sich ausdrückte, sind im FriedWald erlaubt. «Es bleibt ein Stück des natürlichen Waldes», betonte sie. Der Förster suchte die Bäume aus, die sich eignen. Ein Grundbucheintrag schützt den FriedWald bis zu 99 Jahren.

Neuer Internetauftritt

Mit Begeisterung präsentierte Brandon Miller die neue Internetseite der Gemeinde. «Sie ist zeitgemäss und bedienerfreundlich», schwärmte er. Ein Veranstaltungskalender, in den Gemeindeverwaltung und Vereine ihre Anlässe eintragen können, bietet eine Übersicht, was alles in der Gemeinde läuft.

Lokale Anbieter werben für Produkte wie Eier, Kartoffeln oder Honig. Eine Galerie zeigt Bilder über vergangene Anlässe wie die Seniorenfahrt oder die Viehschau. Im Online-Schalter erhalten Höfer und Höferinnen viele wissenswerten Informationen über die Gemeinde.