Bellach

Die Vielfalt können Waldbesucher nun spazierend erfahren

Die Infotafeln sind kurz und prägnant gehalten.

Die Infotafeln sind kurz und prägnant gehalten.

Biodiversität ist auch im Wald ein Thema. In Bellach findet man auf einem Rundgang viele Informationen dazu.

Kaum war der letzte Pfosten eingeschlagen, wurde der neu aufgestellte Rundgang zum Thema Waldbiodiversität schon neugierig von Spaziergängern inspiziert. Die Waldbesucher können sich ausgehend vom Robinsonspielplatz auf eine Erkundungstour machen.

Dabei geben eine Starttafel sowie 15 Holzfiguren Auskunft über heimische Arten. Und zwar nicht, indem man mit Informationen überhäuft wird, sondern mit einem kurzen und prägnanten Satz pro Spezies. Denn rund 30'000 Tierarten, unzählige Pflanzen und Pilze, Flechten und Moose sind im Wald zu Hause.

Wer mag, kann bei der Starttafel einen Flyer mitnehmen und den Wettbewerb ausfüllen. Zudem findet man auf der Kampagnen-Website des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) weiterführende Infos.

Stefan von Däniken, der Waldverantwortliche der Bürgergemeinde Bellach, sieht diesen Parcours als Chance: «Wir hoffen, dass die vielen Leute, die seit dem Lockdown vermehrt in den Wald strömen, durch diese Informationen auch für die Bewohner des Waldes sensibilisiert werden.»

Das ist auch die Idee hinter der Kampagne. Oder wie das Bafu es formuliert: «Hauptziel ist es, der Bevölkerung die Wichtigkeit vielfältiger Wälder vor Augen zu führen. Wälder erbringen viele Leistungen für uns alle.»

Der Wald soll auch verstanden werden

Auf dem rund 1,5 Kilometer langen Rundgang – der Abstand zwischen den Infotafeln wurde bewusst kurz gewählt – erfahren Jung und Alt zum Beispiel, dass die Waldameise hilft, Zecken im Griff zu halten.

Oder das Eichhörnchen verkündet ganz stolz: «Dank mir wachsen neue Bäume.» Und die Weisstanne weist mit dem Satz «Menschen bauen seit jeher auf mich» darauf hin, dass einheimisches Holz auch ein gerne genutzter Baustoff ist.

«Uns ist es wichtig, dass unser Wald nicht nur besucht, sondern auch verstanden wird», so auch die Meinung von Revierförster Thomas Studer. Er erinnert aber daran, dass auch im Wald gewisse Regeln gelten: «Abgesehen von aktuell geltenden Hygiene- und Distanzvorschriften ist es mir vor allem ein Anliegen, dass die Waldnutzer mit dem nötigen Respekt gegenüber allen Waldbewohnern und Pflanzen unterwegs sind. Dann steht der Erkundung der Biodiversität im Walde nichts im Wege.»

Die Kampagne ist auf Initiative des Bafu entstanden. Forstbetriebe und Waldeigentümer konnten diesen Wald-Parcours kostenlos bestellen: Ein Angebot, von dem die Bürgergemeinde Bellach gerne Gebrauch machte.

Wie lange die Tafeln im Bellacher Wald stehen bleiben, wird etwas dem Zufall überlassen: «So lange die Tafeln es aushalten», meint Stefan von Däniken, «das hängt einerseits vom Wetter und andererseits auch davon ab, mit wie viel Rücksicht sie von den Waldbesuchern behandelt werden.»

Events rund um diese Kampagne sind im Bellacher Wald aber keine geplant. Einzig im September führt der Bürgerrat zusammen mit dem Elternforum Bellach eine Waldputzete durch.

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