Unterramsern
Die Verkehrssicherheit gab Diskussionsstoff

39 Einwohnerinnen und Einwohner von Unterramsern genehmigten an der Gemeindeversammlung das Budget und diskutierten die Sicherheit auf der Dorfdurchgangsstrasse.

Gundi Klemm
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Die Verkehrssicherheit auf der Dorfdurchgangsstrasse, an der die Kinder und Jugendlichen aus Unterramsern in die Schulbusse einsteigen, bedarf nach allgemeiner Sicht der Verbesserung. (Archiv)

Die Verkehrssicherheit auf der Dorfdurchgangsstrasse, an der die Kinder und Jugendlichen aus Unterramsern in die Schulbusse einsteigen, bedarf nach allgemeiner Sicht der Verbesserung. (Archiv)

Maddalena Tomazzoli

Lag die Teilnahme von 39 Stimmberechtigten plus 4 Gästen am neuen Gemeindepräsident Markus Menth? Er leitete als Nachfolger von Hanspeter Ziegler seine erste Gemeindeversammlung. Oder kamen so viele wegen dem Thema Dorfdurchgangsstrasse, das die 213-köpfige Einwohnerschaft in Unterramsern bewegt?

Die Verkehrssicherheit auf dieser Strasse, an der die Kinder und Jugendlichen aus Unterramsern in die Schulbusse einsteigen, bedarf nach allgemeiner Sicht der Verbesserung. Laut Menth beschäftigt das Thema «Schulweg» schon seit 2013 Rat und Bevölkerung. Damals habe das Kantonalamt für Verkehr und Tiefbau (AVT) Massnahmen vorgeschlagen, die aber «irgendwie versandet» seien.

Inzwischen habe sich im Dorf eine Arbeitsgruppe formiert, die gemeinsam mit dem AVT eine Begehung der Dorfstrasse unternommen und einen Projektentwurf entwickelt habe. Vorgesehen seien Verengungen, die insbesondere am Dorfplatz durch seitliche Aufpflasterung die Strasse von jetzt 7.50 auf 6.50 Meter Breite reduzieren. Dies könne aber zu einer Gefahr für Velofahrer werden, hiess es aus der Versammlung. Ein Stimmbürger bedauerte, dass nicht mit allen Strassenanliegern Vorgespräche stattgefunden hätten.

Ausgeglichenes Budget

«Grundsätzlich ging es uns darum, niemandem in seinem privaten Bereich einzuschränken», begründete Menth die nun getroffene «Light-Variante» mit Bodenmarkierungen, dem Verzicht auf seitliche Pfosten und auf den Mittelstreifen innerorts sowie mit Sicherung von Bus-Halteplätzen und Warteräumen. Versammlungsbeteiligte verwiesen auf eine Art Portallösung mit Bäumen an den Dorfeingängen, um die Geschwindigkeit durchfahrender Autos frühzeitig abzubremsen. «Eigentlich gehört hier ein Trottoir hin, ansonsten erhalten Eltern und Kinder eine falsche Sicherheit», lautete ein kritisches Votum.

Stattgefunden habe bereits eine Vernehmlassung im AVT, orientierte der Gemeindepräsident. Die Detailplanung werde aber erst dann angestossen, wenn die Gemeinde sich einverstanden erkläre. Danach erst erfolgt das Baugenehmigungsverfahren, bei dem Einsprachen möglich sind. Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, trägt Unterramsern von den veranschlagten 40 000 Franken nur rund 20,7 Prozent. Das Budget enthält dafür bereits 8500 Franken.

Finanzverwalter Ruedi Ziegler (Brunnenthal) vermittelte einen Einblick ins neue Rechnungslegungssystem HRM2. Im Besonderen widmete er sich dem in den Beurteilungskriterien angepassten Finanz- und Lastenausgleich und ganz klar: der neuen, direkt den Schulträgern zufliessenden Schülerpauschale, die bisherige Lehrerbesoldungsbeiträge an die Kommunen ablöst. Das Budget mit einem Gesamtaufwand von 903 000 Franken wurde mit einem Ertragsüberschuss von 444 Franken einstimmig genehmigt. Für beide Personengruppen liegt bei einem prognostizierten Fiskalertrag von rund 775 000 Franken der Steuerfuss weiter auf 120 Prozent. Die Investitionsausgaben belaufen sich auf 85 000 Franken. Weil aber mit Einnahmen wie Perimeterbeiträgen zu rechnen ist, verzeichnet dieser Budgetteil Mehreinnahmen von 355 000 Franken.

Strassenlampen sollen brennen

Einstimmig genehmigt wurde die Statutenänderung im Schulverband Bucheggberg A3, die in Sachgeschäften ein doppeltes Mehr und die Zustimmung durch die Mehrzahl der Verbandsgemeinden einführt, um die kleinen Kommunen in ihrer Stimmkraft angemessen zu berücksichtigen.

Es sei gefährlich, nachts und am frühen Morgen im Dorf unterwegs zu sein, weil es ganz finster sei. «Hier experimentieren wir wirklich mit der Sicherheit», warb ein Einwohner dafür, die Strassenbeleuchtung brennen zu lassen. Bislang funktioniere die Steuerung für eine definierte Zeit der Abschaltung nicht, erklärte der Gemeindepräsident. Mit 28 zu 6 Stimmen, bei 5 Enthaltungen votierte die Versammlung für das «Brennenlassen der Strassenbeleuchtung» bei Dunkelheit, bis eine neue Steuerung eingebaut ist.