Oberdorf
Die Swisscom plant eine Antenne beim Reservoir

Der Gemeinderat Oberdorf sprach über die Informationsveranstaltung der Swisscom zu ihrer Mobilfunkantenne beim Reservoir Krummacker und behandelte die Rechnung vom letzten Jahr.

Nadine Schmid
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Besitzerin der Liegenschaft Reservoir Krummacker ist die Bürgergemeinde Langendorf.

Besitzerin der Liegenschaft Reservoir Krummacker ist die Bürgergemeinde Langendorf.

Am 29. Mai wird die Swisscom wegen ihres Projekts in Oberdorf einen Informationsanlass durchführen. Die Swisscom plant, beim Reservoir Krummacker eine Antenne zu errichten. Gemeindepräsident Patrick Schlatter (CVP) machte deutlich, dass Oberdorf nicht als Behörde fungiert. «Wir sind nicht zuständig, da sich das Gelände ausserhalb der Bauzone befindet. Das heisst: Wir haben bei diesem Geschäft keine Entscheidungsgewalt.» Noch weiss der Gemeinderat nicht mehr als die Bevölkerung. Er wird wie die übrigen Einwohner am Informationsanlass Details erfahren.

Weiter behandelte der Gemeinderat die Rechnung 2017. Diese schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 73'727 Franken positiv ab. Der Überschuss kam dank mehr Steuereinnahmen zustande. Auch die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung konnten mit Ertragsüberschüssen (116'589 Fr. und 75'602 Fr.) abschliessen.

Im Ertragsüberschuss der Erfolgsrechnung ist der Betrag von 400'000 Franken zur Bildung einer Vorfinanzierung für den Umbau des Gemeindehauses enthalten. Damit will der Gemeinderat eine Verminderung der Abschreibungen nach Abschluss des Umbaus und eine finanzielle Entlastung erreichen.

Kritik am Hauswartkonzept

Der Gemeinderat diskutierte auch die Hauswartung, die in Zukunft in Zusammenarbeit mit Langendorf durchgeführt werden soll, insofern Langendorf dem Vertrag zustimmt. Dabei wird Langendorf die zuständigen Personen anstellen und die Hauswartarbeiten in den gemeindeeigenen Liegenschaften Oberdorfs übernehmen. Darunter fallen der Kindergarten, die Gemeindeverwaltung, die Kächschür und die Schulanlage Mühlacker (ohne Hallenbad und Wärmeerzeugung).

Der Gemeinderat hat:

- die Erweiterung der Schliessanlage an ein paar Eingängen der Schulanlage genehmigt und dafür 11'200 Franken gesprochen. Durch die elektronische Regelung der betreffenden Eingänge (wie beispielsweise des Pavillons) werde das Schliesssystem einfacher, flexibler und kostengünstiger. So könne mit Badges statt Schlüsseln gearbeitet und verhindert werden, dass bei Schlüsselverlust sämtliche Schlösser ausgewechselt werden müssten;

- das Gesuch der Bürgergemeinde bewilligt. Für die Wohnungsüberbauung Hasel möchte die Bürgergemeinde eine nahe Baustelleninstallation anbringen, um den eigenen Verkehr während der Bauzeit zu minimieren. Dafür würde sie gerne das Land der Einwohnergemeinde beim Reservoir Rosegg verwenden, eine Wiese. Der Gemeinderat bewilligte das Gesuch unter der Bedingung, dass das Land am Ende des Bauvorhabens wieder instand gestellt würde. (nsg)

Der Vertrag war zu Beginn der Diskussion auf drei Jahre und die Kündigungsfrist auf ein Jahr angesetzt, jedoch äusserten einige Gemeinderäte Bedenken und betonten das Unbehagen einiger Lehrpersonen zu diesem Konzept. «Wenn ein Notfall ist, muss der Abwart sofort zur Stelle sein können», so Dagmar Rösler Schor (Forum Oberdorf). Es wären Zweifel vorhanden, ob es bei einer solchen Handhabung überhaupt möglich wäre, dass der Hauswart schnell vor Ort erscheinen könne.

Auch die Tatsache, dass dann die Aufgaben des Hauswarts auf verschiedenen Schultern lägen, verunsichere. «Die Schule Oberdorf fürchtet, ihren Schulabwart zu verlieren», führte Ueli Kölliker (Forum Oberdorf) aus. Fakt sei, dass seit Jahren sowohl die Gemeindeverwaltung als auch die Lehrerschaft mit dem jeweiligen Hauswart unglücklich waren.

Auch Gemeindepräsident Patrick Schlatter (CVP) konnte das Unbehagen teilweise nachvollziehen, jedoch hält er entgegen: «Das bisherige Hauswartsystem funktioniert schon seit längerem nicht mehr. Ein Hauswart ist nicht nur für die Schule zuständig, da sind beispielsweise auch noch die Vereine.

Damit hat ein Hauswart vielen Anspruchsgruppen gerecht zu werden, was eine hohe Belastung für den Hauswart ist.» Womöglich sei dem Gemeinderat bei vergangenen Anstellungen diesbezüglich ein Fehler unterlaufen; diese Belastung könnte unterschätzt worden sein. Ein Hauswart würde heute nicht mehr rund um die Uhr erreichbar sein wollen. Mit dem neuen Konzept seien jedoch mehr Personen zuständig, womit es wahrscheinlicher sei, dass schneller reagiert werde. Somit sei eine Verbesserung der Situation naheliegend. Auch sollen mit den Angestellten regelmässig Sitzungen durchgeführt werden. «Wenn wir es wie bis anhin selber regeln, wird es nicht besser werden», prognostiziert Schlatter.

Weiter ging Schlatter auf die durch den Aufwand der Anstellungen entstandene Vorleistung vonseiten Langendorf ein. Diese müsse gewürdigt werden, deswegen dürfe die Vertragsdauer nicht zu kurz angesetzt werden. Der Rat einigte sich schliesslich mit einer Enthaltung vonseiten Rösler Schor darauf, den Vertrag auf ein Jahr anzusetzen, mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten. «Es ist ein Herantasten» zog Kölliker das Fazit. «Wenn das Resultat positiv ausfällt, wird sich niemand mehr für Kündigungsfristen interessieren.»

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