Für das Budget 2019 zeigt sich, dass eine Mehrheit will, dass mit einem Steuerfuss von 123 Punkten gerechnet wird. Das wäre eine erneute Steuersenkung um zwei weitere Punkte. Angeregt hatte dies die Finanzkommission. Die Vertreter von CVP, FDP und SVP waren sich einig: «Wir vergeben uns nichts damit.» Wenn ersichtlich werde, dass eine Steuersenkung nicht möglich sei, dann könne man den Steuersatz immer noch bei 125 belassen. Vonseiten der SP gab es Bedenken, vor allem auch wegen der Investitionen, die in Biberist weiterhin anstehen. Definitiv über den Steuersatz entschieden wird so oder so erst in der Budgetdebatte im November.

«Das ist Abzockerei»

Heisse Diskussionen gab es um den Vertrag über die Führung der Musikschule mit der Stadt Solothurn. Dieser wurde erneut mit 10:1 Stimme zurückgewiesen. Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann soll nachverhandeln. «Wieso wird der Unterricht in Solothurn nochmals teurer?», fragte sich Stephan Hug (SP-Fraktion), der als Schuldirektor in Zuchwil arbeitet. «Meiner Meinung nach ist das Abzockerei, und das gehört sich nicht», machte er seinem Ärger Luft.

Stefan Hug-Portmann gab zu, dass die Preise höher seien als für den Unterricht in Biberist. Es gehe aber nur um sehr wenige Kinder. Einerseits diejenigen, die die Schule in Solothurn besuchen, weil sie stadtnah wohnen, und andererseits drei Kinder, die von einer Übergangsregelung profitieren, die noch bis Ende Schuljahr 2018/2019 in Kraft ist.
Der Gemeinderat musste zur Kenntnis nehmen, dass die Schulleitung für die Kreisschule noch nicht besetzt werden konnte. «Wir haben nur recht wenig gute Bewerbungen erhalten», so Hug-Portmann. Die Stelle werde deshalb erneut ausgeschrieben. (rm)