Hubersdorf
Die Spezialfinanzierungen sind im Minus

Aus dem budgetierten Defizit wurde in Hubersdorf ein kleiner Überschuss.

Rahel Meier
Drucken
Teilen
Um 130 Personen will Hubersdorf in den nächsten 20 Jahren wachsen.

Um 130 Personen will Hubersdorf in den nächsten 20 Jahren wachsen.

Yves Wälchli

Die Rechnung der Gemeinde Hubersdorf schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 24'060 Franken. Dies erfreute die 24 an der Gemeindeversammlung anwesenden Stimmbürger umso mehr, als ursprünglich ein Aufwandüberschuss von 54'997 Franken budgetiert war. «Ausser in den Bereichen Gesundheit und Raumordnung haben wir überall unter Budget abgeschlossen», erklärte Finanzverwalterin Franziska Hess. Die Spezialfinanzierungen schliessen allerdings alle mit einem Defizit. Auch der Steuerertrag sei leicht rückläufig. Netto wurden im letzten Jahr 112'612 Franken investiert. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt.

Dominik Feier (Gemeinderat, Ressort Finanzen) ging anschliessend kurz auf die Finanzplanung ein. Diese rechnet weiter mit einem Steuerfuss von 119. Schon nächstes Jahr dürften aber die Wasser- und Abwassergebühren erhöht werden. Wegen des Neubaus des Wasserreservoirs werden auch die Investitionsausgaben in den kommenden drei Jahren höher als üblich und aus diesem Grund steigt die Pro-Kopf-Verschuldung auf knapp über 3000 Franken bis ins Jahr 2020.

Grundstein für Ortsplanung

Die Ortsplanung der Gemeinde Hubersdorf stammt aus dem Jahr 1998. Weil sie überarbeitet werden soll, wurde das Räumliche Leitbild erstellt. Nach der öffentlichen Mitwirkung vor bald einem Jahr gab es eine einzige Stellungnahme aus der Bevölkerung und diverse Vorschläge vonseiten der kantonalen Behörden. Dies wurde nun alles ins Räumliche Leitbild eingearbeitet.

«Das Räumliche Leitbild ist behördenverbindlich und ist als Vision zu verstehen. Der Vision, wie sich unser Dorf künftig entwickeln soll, und wie wir mit unserem Boden umgehen sollen», erklärte Martin Meister (Präsident Werkkommission und Vertreter der Firma W+H AG) den Anwesenden. Hubersdorf definiere sich als wichtigen Standort innerhalb der Region, auch wegen des Schul- und des regen Vereinslebens. Zusammenarbeiten mit den Nachbargemeinden würden weiterhin gesucht, eine Fusion sei aber kein Thema.

Das Räumliche Leitbild definiere die künftige Grösse der Gemeinde. «Wir möchten in den nächsten 20 Jahren um rund 130 Personen anwachsen.» Heute unüberbaute Baulandparzellen sollen genutzt werden. Ebenso könne man sich eine verdichtete Bauweise entlang der Hauptachsen vorstellen. Die Langsamverkehrswege könnten verbessert werden, so Meister. Ebenfalls wünsche man sich schon lange eine Anbindung per Bus an den Bahnhof in Flumenthal.

Das Räumliche Leitbild wurde einstimmig genehmigt. Damit kann die Ortsplanung 2018 gestartet werden. Im Jahr 2021 soll das Ortsplanungswerk dann beendet sein.

Die Gemeindeversammlung hat im Weiteren ...

... die Kreditabrechnung für die Sanierung der Siggern genehmigt. Statt der bewilligten 260 000 Franken wurden nur 207 572 Franken ausgegeben;

... der Zusammenarbeitsvertrag Integrationsförderung Unterer Leberberg, mit Hubersdorf als Leitgemeinde, mit 23 zu 1 Stimme genehmigt;

... den Zusammenarbeitsvertrag mit Attiswil über den Schiessstand zu Kenntnis genommen. Die Unterschrift hat sich verzögert, weil Attiswil ursprünglich wollte, dass sich Hubersdorf dereinst auch an den Gesamtsanierungskosten für die Anlage beteiligt. Diese belaufen sich laut Gemeindepräsident Gregor Schneiter auf über 1 Mio. Franken. Der Vertrag sei nun aber nur für 12 Jahre abgeschlossen worden;

... zur Kenntnis genommen, dass Hubersdorf von 726 auf 744 Einwohner angewachsen ist. 2016 gab es acht Geburten zu verzeichnen und drei Todesfälle;

... Infos erhalten über den offenen Bücherschrank, der an der Schulhausstrasse aufgebaut wird. Die Bücher werden in einer alten Telefonkabine untergebracht;

... Kenntnis genommen zur Überdachung Weid, die bis Dezember fertig gebaut sein sollte. (rm)

Aktuelle Nachrichten