Feldbrunnen-St. Niklaus
Die Sparvariante für die Schulraumerweiterung fand nur wenig Zuspruch

Der Gemeinderat von Feldbrunnen-St. Niklaus entscheidet sich für eine Sanierung der Schulgebäude und einen Anbau zur Schulraumerweiterung.

Urs Byland
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Links ist die Turnhalle, rechts das Schulhaus mit Anbau. Nun soll ein weiterer Anbau die Lücke zwischen Schulhausanbau und Zwischengang zur Turnhalle füllen.

Links ist die Turnhalle, rechts das Schulhaus mit Anbau. Nun soll ein weiterer Anbau die Lücke zwischen Schulhausanbau und Zwischengang zur Turnhalle füllen.

Urs Byland

Der Gemeinderat macht in der Schulraumerweiterung vorwärts. An seiner Sitzung genehmigte er einen Projektierungskredit über 220'000 Franken zuhanden der Gemeindeversammlung. Mit dem Geld soll ein Projekt erarbeitet werden für die unbestrittene Sanierung der Schulgebäude sowie den im Gemeinderat heftig diskutierten Anbau.

Eigentlich wähnte sich der Gemeinderat schon am Ziel. Einerseits warten Schulhaus und Turnhalle auf die nötige Sanierung, andererseits braucht die Schule insbesondere wegen des neuen Lehrplans 21 zusätzliche Räumlichkeiten für Gruppenarbeiten. Wenn man nun an den Schulgebäuden anpackt, müssten diverse andere ungenügende Räume verbessert oder umgenutzt und vor allem ein hindernisfreier Zugang gewährleistet werden. «Sobald ein Baugesuch aufliegt, wird dieses von Behinderteninstitutionen geprüft, da muss man sich nichts vormachen», erklärt dazu Planer Reto Vescovi.

Nach monatelangen Rechen- und Verschiebespielen, Überlegungen, wie Zimmer platziert und Nutzungen abgeändert werden könnten, einigte man sich auf die Variante mit einem Anbau, erklärte Gemeindepräsidentin Anita Panzer (FDP). Deshalb habe sie sich gewundert, als Gemeinderat Urs Schweizer (FDP) vor der Sitzung eine zusätzliche Variante gerechnet haben wollte.

Eine zweite Variante soll gerechnet werden

Schweizer konnte aber an der Gemeinderatssitzung nicht teilnehmen. Er wurde von Ersatz Felix Truninger (FDP) vertreten, der in mehreren Punkten begründete, weshalb er und Schweizer eine zusätzliche Variante gerechnet haben wollen. «Die Schule braucht rund 125 Quadratmeter zusätzlichen Schulraum. Es hat diverse vorhandene Raumoptionen, die man nutzen kann. Wir wollen, dass man ebenso seriös eine Variante ohne Anbau rechnet», so Truninger. Vescovi erklärte, man könne nicht einfach aufgrund des Flächenbedarfs eine Rechnung anstellen. Es brauche interne Erschliessungen, und vor allem müssten die schulischen und andere Bedürfnisse berücksichtigt werden. So müssten die neuen Gruppenräume beispielsweise nahe der Klassenzimmer sein.

Truninger machte geltend, dass eine Umnutzung bestehender Räumlichkeiten machbar sei, diese schneller erfolgen könne als ein Umbau und etwas günstiger sei. Da er insbesondere Diskussionen in der Finanzkommission erwähnte, in der er Mitglied ist, wurde schnell klar, dass es sich beim Anliegen, eine zweite Variante zu rechnen, um ein Sparanliegen handeln muss.

«Wir wollen nicht Varianten mit unmöglichen Lösungen rechnen», erklärte aber Panzer. Der Gemeinderat habe seit Anfang Jahr verschiedene Varianten sorgfältig geprüft und abgewogen, es habe eine Begehung stattgefunden, wobei die Option Anbau und Optionen in bestehenden Kubaturen und auch die Option Feuerwehrmagazin für den Schülerhort abgewogen wurden. Letztere Option, mit dem Schülerhort im Feuerwehrmagazin, wäre etwa auf harten Widerstand bei einigen Vereinen gestossen, die die Lokalität nutzen.

Gemeindevizepräsident Hansjürg Geiger bestätigte: «Wir haben Varianten geprüft, ohne Kostenberechnungen zu machen.» Das Projekt mit dem Anbau sei klar die beste und sinnvollste Variante gewesen, alles andere Stückwerk.

Das Gesamtprojekt kostet 3,4 Mio. Franken

Dann ging es schnell. Die Gemeindepräsidentin schritt zur Abstimmung. Der Antrag für eine zweite Variante wurde mit 6 zu 1 abgewiesen, der Projektierungskredit von 220 000 Franken mit 6 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Eine grobe Kostenschätzung geht von einem Betrag von 1,8 Mio. Franken für die Sanierung und 1 Mio. Franken für den Anbau aus. Als Reserve wurden 0,6 Mio. Franken angenommen.

Fragen zur Wasserqualität

Der Gemeinderat erhielt von Adrian Zbinden, ehemaliger Gemeinderat, eine Anfrage zur Wasserqualität, die vom Lieferanten Regio Energie Solothurn beantwortet wurde. Zbinden erkundigte sich nach den Messwerten diverser Stoffe im Trinkwasser von Feldbrunnen. Einige Fragen erforderten zur Beantwortung ein fundiertes und sehr spezifisches Fachwissen, schreibt die Regio Energie. Dennoch überlegte sich der Gemeinderat von Feldbrunnen-St. Niklaus, die «interessanten» Antworten auch der Bevölkerung zugänglich zu machen. Gut zu wissen für die Bevölkerung ist, dass die chemischen Untersuchungen zweimal pro Jahr durchgeführt werden, und zwar jeweils mit zwei Probeentnahmen an beiden Grundwasserbrunnen, von denen Wasser für Feldbrunnen bezogen wird. Zusätzlich entnimmt das Lebensmittelinspektorat des Kantons einmal jährlich eine Trinkwasserprobe zur chemischen Untersuchung. Die mikrobiologische Messung erfolge sechs Mal im Jahr, und dies jeweils bei acht unterschiedlichen Entnahmestellen.

«Aktuell prüfen wir die Wirkung der Massnahmen gegen das Chlorothalonil und dessen Abbauprodukte laufend auf die Wirkung und die Einhaltung des Höchstwertes», so Regio Energie zu einem aktuellen Thema.

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