Subingen

Die sieben fetten Jahre der Gemeinde mögen weitergehen

Subingen verabschiedet «ein sehr schönes Plus». (Archiv)

Subingen verabschiedet «ein sehr schönes Plus». (Archiv)

56 Stimmberechtigte genehmigten an der Gemeindeversammlung alle Geschäfte.

Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold verfügt zwar über eine gewisse Routine; doch die Freude über den zum siebten Mal in Folge erfolgreichen und stabilen Haushalt mit «schwarzen Zahlen und einem sehr schönen Plus» war ihm ins Gesicht geschrieben. Bei einem Aufwand von 14,3 Mio. und einem Ertrag von 14,8 Mio. resultierte ein Ertragsüberschuss von rund 466'000 Franken.

Das gute Ergebnis liess zusätzliche Abschreibungen zugunsten der Mehrzweckhalle in Umfang von 77'000 Franken zu. Den restlichen Ertragsüberschuss von 389'000 Franken wies die Versammlung dem Eigenkapital von 2,789 Mio. Franken zu. Investiert wurde «nur» für 579'000 Franken statt für die vorgesehene Million. «Keine Angst», so Ingold, «alle geplanten Investitionen sind erledigt, zum Teil aber nur noch nicht abgerechnet.» In der Analyse des Haushalts 2016 zeigt sich, dass die Steuereinnahmen im Betrag von gesamthaft 10,13 Mio. um 561 000 Franken über dem Budget lagen. Offenbar hat da der Bezug von 51 neuen Wohnungen im Dorf einen gewissen «Schub» ausgelöst.

Den herzlichen Dank an Finanzverwalter Roland Kummli verband der Gemeindepräsident mit der Hoffnung, dass die in Subingen bisher erlebten «biblischen sieben fetten Jahre» sich bei einem weiterhin gesunden finanziellen Weg fortsetzen mögen.

Jugendkommission aufgelöst

Vizegemeindepräsident Raphael Schrittwieser und Beat Rudolf von Rohr führten durch die Änderungen an der Gemeindeordnung, der Dienst- und Gehaltsordnung, dem Anhang bezüglich Honoraren und Entschädigungen, dem Reglement über Grundeigentümerbeiträge und –gebühren, sowie dem zugehörigen Gebührenrahmen. Dass der Gemeindevizepräsident demnächst im Rat und nicht mehr an der Urne gewählt wird, wurde gerne akzeptiert.

Hanni Kröplin erkundigte sich nach den Beweggründen, die zur Aufhebung der Jugendkommission und zur Einverleibung in die jetzt 9-köpfige Kulturkommission (KUKO) geführt haben. «Für die Jugend und ihre Anliegen muss man immer wieder neue Anläufe nehmen», betonte sie. Veranstaltungen der letzten Jahre für die Jugend hätten immer in enger Zusammenarbeit mit der KUKO stattgefunden, lautete die Antwort, und der vorhandene Jugendraum sei kaum noch besucht worden.

Zu Diskussionsthemen wurden die künftig kostenpflichtige Quellwasserbeseitigung, sofern die Einleitung in die Kanalisation erfolgt, die erwünschte, aber nicht praktizierbare Wasseruhr fürs Gartenwässern sowie Schäden durch den Schwerverkehr an Hauszuleitungen. «Versicherungen und Kosten dafür darf man nicht den Hauseigentümern aufhalsen», erboste sich ein Stimmbürger. «Wir als Gemeinde sind durch Reparaturen an den Kanalschächten ebenso betroffen und wissen um dieses Anliegen», beruhigte der Gemeindepräsident. Doch leider gebe es für Subingen im Kontext aller Solothurner Gemeinden keine Einzellösungen.

Aufstocken der Verwaltung

Verständnis zeigte die Versammlung für den Antrag, Stellenprozente in der Verwaltung zu erhöhen. «Bisher hat Subingen einen Bauverwalter mit einem halben Pensum», erläuterte Hans Ruedi Ingold seinen eigenen Tätigkeitsrahmen neben dem Präsidium. Die Arbeit im wachsenden Subingen habe aber ausserordentlich zugenommen, und anstehende Projekte wie die Zentrumsplanung wie auch die Überarbeitung der Orts- und Zonenplanung verlangten nach Verstärkung. Bewilligt wurde eine Anhebung um bis zu 50 Prozent. Die Ausschreibung für die ab August 2018 gültige Stelle eines Bausekretärs oder -verwalters mit 80 bis 100 Stellenprozenten wird im Herbst 2017 erfolgen.

Dank an die Bevölkerung

Anschliessend stellte der Gemeindepräsident die künftige Ratszusammensetzung vor, dankte den ausscheidenden Mitgliedern Daniela Hälg und seinem 14 Jahre für Gemeindebelange tätigen «Vize» Raphael Schrittwieser. Besonderer Dank erging an Vreni Zimmermann, die als Gemeindeschreiberin seit 10 Jahren in Subingen amtet. Er selbst bedankte sich von Herzen für das Wahlergebnis mit 724 von 900 Stimmen, das ihn zur Weiterarbeit
motiviere.

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