Biberist
Die Schülerzahlen steigen: Nächstes Jahr werden zwei neue Klassen eröffnet

Im Gemeinderat Biberist ergaben sich rege Diskussionen rund um die Pensenplanung in der Gemeindeschule.

Rahel Meier
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Ein Bild aus dem Jahr 2018. Schon damals waren die steigenden Schülerzahlen in der Unterstufe absehbar.

Ein Bild aus dem Jahr 2018. Schon damals waren die steigenden Schülerzahlen in der Unterstufe absehbar.

Hanspeter Bärtschi

Im Schuljahr 2021/22 werden voraussichtlich 190 Kinder die Kindergärten in Biberist besuchen. Mit den vorhanden acht Kindergarten-Abteilungen könne dies nicht bewältigt werden, erklärte Gesamtschulleiter Thomas Weyermann. Es müsse deshalb ein neunter Kindergarten in der Bleichematt eröffnet werden. Da die Zahl der Schuleintritte auch in den Folgejahren hoch bleibt, brauche es diese Abteilung über einen längeren Zeitraum.

Auch mit der neunten Abteilung werden in Biberist die Empfehlungen des Kantons, der im Kindergarten von einer durchschnittlichen Klassengrösse von 20 Kindern ausgeht, leicht überschritten. Die Eröffnung der neunten Abteilung bedingt zudem eine Neulösung für die Spielgruppe von kids&teens, die heute dort Platz hat.

Unterstufe ist allgemein gut belegt

Die heutigen Zahlen zeigen für das kommende Schuljahr in der 1. Klasse 94 und in der zweiten 96 Schülerinnen und Schüler (SuS). Deshalb soll in der zweiten Klasse eine zusätzliche fünfte Abteilung eröffnet werden. In den künftigen 1. Klassen will man bei vier Abteilungen bleiben. Das sei möglich, weil dort sehr häufig mit Schichtlektionen und in Lernateliers gearbeitet und die Klassen so selten gesamthaft unterrichtet würden. Selbstverständlich werde die Situation sorgfältig beobachtet.

Der Bildungsausschuss unterstütze den Antrag der Gesamtschulleitung, erklärte Stephan Hug (SP). Nicht gleich sahen das Sabrina Weisskopf und Manuela Misteli (beide FDP). «Bei uns läuft das Telefon heiss. Eltern beklagen sich über die Situation.» Dabei seien die hohen Schülerzahlen nur das eine, das andere sei die Raumsituation, so Misteli. Sowohl das Bleichematt als auch das Mühlematt seien heute «pumpevoll». Dieser Situation ist sich Weyermann bewusst: «Die Schülerzahlen werden logischerweise auch in den oberen Stufen bald steigen. Möglicherweise werden wir über Container sprechen müssen.» Es sei aber auch so, dass es viele Neuzuzüger gegeben habe. «Das sind Kinder, die wir nicht auf dem Radar hatten. Die stehen hat plötzlich da.»

Nach einer kurzen Auszeit entschied sich die FDP dazu, keinen anders lautenden Antrag zu stellen. «Für uns ist die Situation allerdings nicht befriedigend», so die beiden FDP-Gemeinderätinnen. «Wenn sich die Situation weiter zuspitzt, muss die Schulleitung reagieren», war ihr dringlicher Appell. «Es kann nicht sein, dass wegen der finanziellen Lage der Gemeinde bei den Schülerinnen und Schüler gespart wird.»

In der Gemeindeschule werden damit im Schuljahr 2021/22 total 34 Klassen mit 685 Sus geführt. Unbestritten war der Antrag für die Kreisschule: Dort wird mit 13 Klassen und 241 Sus gerechnet. Hier werden die Klassenzahlen aber spätestens ab 2025 ansteigen. Ab 2027/28 rechnet Thomas Weyermann mit 16 bis 18 Klassen.