Biberist
Die Schule – Das Dauerthema sorgt immer wieder für Diksussionsstoff

Der Gemeinderat beschäftigte sich mit der ICT-Planung und dem Dauerbrenner der Schüler in den Aussenquartieren.

Rahel Meier
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Biberist ist eine der federführenden Schule in Sachen ICT. Hier Gesamtschulleiterin Andrea Meister an einer Pressekonferenz vor einem Jahr, bei der es um denEinsatz von i-Pads im Unterricht ging.

Biberist ist eine der federführenden Schule in Sachen ICT. Hier Gesamtschulleiterin Andrea Meister an einer Pressekonferenz vor einem Jahr, bei der es um denEinsatz von i-Pads im Unterricht ging.

Hans Ulrich Mülchi

Noch bis zum 31. Juli 2017 läuft die Übergangsfrist für die Schülerinnen und Schüler der Aussenquartiere, die es ermöglicht, dass deren Beschulung in Solothurn oder Zuchwil erfolgt. Danach soll die Schule nur noch in Biberist besucht werden.

So hat es der Gemeinderat bereits mehrmals beschlossen. Nun hat sich eine neue Ausgangslage ergeben. Einerseits steht die Einführung einer gemischten 1. bis 3. Klasse innerhalb der neuen Überbauung im «Gisihübeli» im Schöngrün im Raum. Andererseits haben sich die Berechnungsparameter mit der Einführung der Schülerpauschalen verändert.

Mindestens hat dies Stephan Hug, seines Zeichens Gemeinderat in Biberist und Schuldirektor in Zuchwil, so erklärt.

Es ging in der letzten Sitzung nicht um einen Entscheid zwischen den drei möglichen Varianten. Der Gemeinderat hat aber mit 8:3 Stimmen beschlossen, dass die Variante einer Schulklasse im Schöngrün vertieft abgeklärt und die Kosten möglichst detailliert aufgelistet werden sollen.

Auch für die Variante B - alle Schüler besuchen die Schule in Biberist, sollen weitere Abklärungen getroffen werden. Insbesondere geht es dabei um das Angebot eines Mittagstisches und die Einführung eines Schulbusses für die Kleinsten. Denn, so Stephan Hug, für einen Erstklässler aus dem Schöngrün sei der Schulweg schwierig zurückzulegen.

Schliesslich wurde einstimmig entschieden, dass erneut mit den Gemeinden Zuchwil und Solothurn (Variante C) über die Kosten für den Schulbesuch der Biberister Kinder verhandelt wird. Sollte sich dank der Schülerpauschalen eine günstigere Lösung finden, könnte sich der Gemeinderat vorstellen, auf seinen Beschluss zurückzukommen. Sind die Kosten der Varianten klar, wird der Gemeinderat erneut beraten.

ICT-Konzept für vier Jahre

Seit 16 Jahren kennen die Biberister Schulen ICT (information and communications technology, was so viel bedeutet wie Einsatz von Computern im Unterricht). Bis anhin wurde das ICT-Konzept für eine Zeitspanne von acht Jahren erstellt.

Da die Entwicklung in diesem Bereich immer schneller wird, ist das neuste Konzept nur für vier Jahre ausgelegt. Immer mehr Lehrmittel bieten Übungsprogramme und Anwendungsmöglichkeiten am Computer an. Diesem Umstand wird mit dem neuen Konzept Rechnung getragen.

Der Schwerpunkt liegt beim Ausbau der ICT-Geräte mit dem Ziel, dass pro Klasse 12 Geräte zur Verfügung stehen werden. Für die 1. bis 6. Klassen sind dies Tablets, für die Oberstufe ist der Einsatz von Notebooks geplant. Dies entspreche auch den Lehrmitteln, wie sie für die verschiedenen Stufen angeboten würden.

Das kostet auch etwas: 867 000 Franken sind von 2017 bis 2020 budgetiert. Darin sind Hardware, Software, der Support innerhalb der Schule und die Kosten für das schulinterne ICT-Team eingerechnet. Der Betrag soll an der Gemeindeversammlung ausgewiesen und als Verpflichtungskredit für die kommenden vier Jahre bewilligt werden.

Die Gemeinderäte stellten verschiedenste Fragen. So beispielsweise auch, wieso Schule und Gemeinde ihre ICT nicht gemeinsam betreiben. Ein Thema war zudem, wie früh mit dem Einsatz der Computer gestartet werden soll und wie sichergestellt wird, dass alle Biberister Schulkinder nach Abschluss der Schule die selben Grundfähigkeiten haben.

Tatsache sei, so Schulleiterin Andrea Meister und Stefan Schreier (ICT-Verantwortlicher), dass es nicht nur das ICT-Konzept, sondern parallel dazu auch ein pädagogisches Konzept gebe, das den Lehrern aufzeige, wie die ICT im Schulunterricht sinnvoll einbezogen werden kann. Dieses Konzept soll bis kommenden Jahres ebenfalls überarbeitet werden. Konzept und Kosten wurden vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet.