Feldbrunnen

«Die Sanierung ist machbar»: Planungskredit für Schulhausausbau wird genehmigt

Der Gemeinderat Feldbrunnen bewilligt den Schulhausumbau.

Der Gemeinderat Feldbrunnen-St. Niklaus hat über den Kredit der Schulhaussanierung entschieden. Bis Ende 2020 soll der Kredit für den Ausbau definitiv genehmigt werden.

Das Schulhaus ist in die Jahre gekommen, neue Räume werden benötigt. Schon einmal hatte man zum Projekt beraten. Nun diskutierte man nochmals den Planungskredit von 220'000 Franken, dieses Mal auch in Anwesenheit von Paul Meier von der Finanzkommission. Planer Reto Vescovi zeigte im Detail auf, wie sich der Kredit zusammensetzt, und ging dabei auch auf Ausschreibung, Honorarwettbewerb und Vergabe ein. Nach eingehender Diskussion war im Gemeinderat unbestritten, dass für das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt ein Planungskredit von 220 000 Franken nötig ist.

Klar war auch, dass die Sanierung und Erweiterung finanziell gestemmt werden könne. «Es kommt einfach auf die Etappierung an», betonte Ratsmitglied Thomas Schluep. Da man aber noch gar kein konkretes Projekt habe, wisse man auch noch nicht, wie man etappieren könne.

Für das Gesamtprojekt steht die Summe von 3,4 Millionen Franken im Raum, wobei es sich um eine grobe Kostenschätzung handle. Vescovi betonte, dass es wichtig sei, zuerst ein Projekt auszuarbeiten, bevor ein Sanierungskredit beantragt werde.

«Die Sanierung ist machbar»

Paul Meier von der Finanzkommission war mit Thomas Schluep einig: «Der Bedarf ist klar da», unterstrich er. Die Sanierung sei machbar. «Ich bin auch der Meinung, dass man vom Eigenkapital abbauen und einen Kredit aufnehmen darf», so Meier. Finanzverwalterin Isabella Howald fügte an, dass das Projekt im Finanzplan ja bereits enthalten sei und dort auch aufgezeigt werden könne, dass man es finanzieren könne – sofern man eine Fremdfinanzierung in Kauf nehme und das Pro-Kopf-Vermögen sinken lasse.

Der Planungskredit wird im Dezember der Gemeindeversammlung vorgelegt. Ende 2020 möchte man dann Bauprojekt und -kredit genehmigen lassen, Mitte 2021 mit der Umsetzung beginnen.

Als erste Sanierungsmassnahme soll im Schulhaus nun die bestehende Ölheizung aufgrund ihres Alters durch einen Gasheizkessel ersetzt werden. Dies hat der Gemeinderat ebenfalls schon früher beschlossen. Nun präsentierte Gaudenz Schütz von der beauftragten Ingenieurfirma das Vorprojekt. Doch das Projekt wird teurer als die ursprünglich ins Budget aufgenommenen 245 000 Franken. Schütz wies darauf hin, dass die Mehrkosten vor allem mit den aufwendigeren Brandschutzmassnahmen zusammenhängen, so müssen beispielsweise Türen ersetzt werden.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Gemeindeversammlung im Dezember über den Kredit von 270 000 Franken beschliessen zu lassen, sodass bei einer Zustimmung die Anlage nächsten August in Betrieb genommen werden könnte.

Budget 2020 mit einem Aufwandüberschuss

Traktandiert war auch das Budget, welches allerdings bereits ausführlich in einer ersten Lesung mit vielen weiteren Beteiligten behandelt wurde. Besprochen wurde es deshalb nicht mehr. Allerdings kann es trotzdem erst an der nächsten Sitzung genehmigt werden, weil der Betrag für den Heizungsersatz nun eben noch ansteigt. Bei einem Gesamtaufwand von rund 6,2 Millionen Franken wird in der Erfolgsrechnung ein Aufwandüberschuss von insgesamt 206 757 Franken erwartet. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 24 Prozent.

Die Nettoinvestitionen liegen unter Vorbehalt der Anpassungen des Heizungskredits bei rund 530 000 Franken. Neben Schulhaussanierung und Heizung ist die Abwasserleitung im Längweg der dritte grössere Betrag in der Investitionsrechnung von Feldbrunnen.

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