Weissenstein

Die Sanierung des Juragartens kommt voran

Im Juragarten unterhalb des Kurhauses Weissenstein gestalten Trockenmauern das Areal, auf dem fast ausschliesslich Pflanzen gezogen werden, die zur Pflanzenwelt des Juras gehören.

Im Juragarten unterhalb des Kurhauses Weissenstein gestalten Trockenmauern das Areal, auf dem fast ausschliesslich Pflanzen gezogen werden, die zur Pflanzenwelt des Juras gehören.

Im Rahmen der «Botanica Exposition 2020» ist die Ausstellung über invasive Neophyten auch auf dem Weissenstein zu sehen.

Im letzten Jahr wurde im Juragarten auf dem Weissenstein wiederum viel ehrenamtliche Arbeit geleistet. Die Eröffnung des renovierten Hotels im letzten August brachte insofern neuen Schwung, als das bisherige Team Zuwachs erhalten hat. Das freut Regine Anderegg und Eicke Knauer, die beiden Leiterinnen des Gartens. «Die heutigen Senioren sind oft sehr aktiv. Sie reisen in die Ferien, sie hüten Enkel, sind sportlich unterwegs. Sie helfen gerne mit bei der Arbeit im Juragarten. Sie möchten sich aber nicht fix für jeden Arbeitstag verpflichten, wie das bisher üblich war.»

Sie seien aber meist sehr interessiert und hätten oft botanische Kenntnisse. «Wichtig ist, dass wir Hilfe von Personen haben, die mit Freude im Juragarten arbeiten.» Ein Grossteil der Arbeitstage in diesem Jahr musste wegen der Coronakrise bisher sowieso abgesagt werden.

Seit September gibt es das Trockenbiotop

Im letzten Jahr ging es aber weiter voran mit der baulichen Sanierung des Juragartens. Im Frühjahr wurde die Trockenmauer mitten im Garten neu erstellt. Im Sommer konnten zwei Treppen instand gestellt werden und der Herbst wurde genutzt, um ein Trockenbiotop anzulegen. Die Steinhaufen, das Totholz, die Baumstrünke und die Mergelflächen sollen zu neuem Lebensraum für Kleinlebewesen werden.

Die Tiere finden darin Nahrung, Unterschlupf sowie Nist- und Überwinterungsplätze. «Das Trockenbiotop soll aber auch Wildbienen, Käfer und andere Insekten fördern», erklären Knauer und Anderegg. Und fügen an: «Wir sind gespannt, welche Tierarten sich ansiedeln.» Zudem stellt ein Imker wieder zwei Bienenkästen auf.

Finanzielle Sicherung wird zur Herausforderung

In diesem Jahr wollen Regine Anderegg und Eicke Knauer den Schwerpunkt auf die Pflanzflächen im Terrassenbereich legen. Die Bepflanzungen sind in die Jahre gekommen, das heisst langsam wachsende Pflanzen verschwinden durch die Konkurrenz der stark wachsenden Pflanzen. Die Bepflanzungen müssen auf den Terrassen teils mit ganz neuen Pflanzen gestaltet werden. Es werde schwierig sein, das entsprechende Pflanzmaterial zu bekommen. Der Juragarten zeigt fast ausschliesslich nur die Pflanzenwelt des Juras. «Schön wäre es», sagt Regine Anderegg, «wenn Samen von den Pflanzen im Garten gesammelt und vermehrt werden könnten.» Dann wären Neuanpflanzungen einfacher möglich.

Wichtig ist für die beiden Leiterinnen aber auch die nachhaltige finanzielle Sicherung des Juragartens. «Das wird zu einer echten Herausforderung.» Die Sanierungen der letzten Jahre konnten dank eines Beitrages aus dem Lotteriefonds des Kantons Solothurn und mit Hilfe unter anderem vom Lions Club Solothurn angegangen werden. «Der Juragarten wird von Pro Weissenstein getragen. Aber dieser Verein ist nicht gross und auch finanziell nicht auf Rosen gebettet.»

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