Die Sistierung der Repla-Beiträge für das Jahr 2019 rief deren Präsidenten Roger Siegenthaler und Geschäftsführer Reto Vescovi auf den Plan. Die Sistierung erfolgte wegen des Finanzfehlbetrags in der Deitinger Rechnung. Die Repla-Vertreter baten darum, den Ratsmitgliedern die Arbeit der Organisation vorstellen zu dürfen. Sie erläuterten ausführlich die Wirkungsfelder, die laut Siegenthaler dazu dienen, «gemeinsam unseren Raum zu gestalten». Für Projekte der verschiedensten Art können Bundesbeiträge abgerufen werden.

Für gewisse Aufgaben in Kultur, Natur und Freizeit brauche es aber die solidarische Kostenbeteiligung aller Gemeinden auf der getroffenen Vereinbarungsbasis. Etwa im Projekt Landschafts-Vernetzung und Qualitätsförderung, mit dem 135'000 Franken an Deitinger Landwirte geflossen seien. «Wir werden unseren Gemeinde-Anteil von aktuell 24'800 Franken neu beurteilen und im Rat entscheiden», sicherte Gemeindepräsident Bruno Eberhard zu.
«Wir wollen den Ball flach halten»

Ebenfalls diskutiert wurden die Beiträge an die Dorfvereine. Mit rund 30'000 Franken werden diese jährlich unterstützt. Am kürzlich durchgeführten Gemeinderats-Seminar wurde – auch unter dem Spardruck – die Frage diskutiert, ob die Beiträge noch stimmen. «Wir wollen den Ball flach halten, denn es handelt sich um ein emotional heikles Thema», war sich der Rat einig. Die Mehrheit der Vereine bezieht eine Pauschale von 300 Franken, aber wenige Vereine wie etwa die Musikgesellschaft oder der Fussballclub erhalten weitaus mehr.

Gemeinderat Benedikt Meier regte eine Grundsatzdiskussion an. Denn allen Ratsmitgliedern war klar, dass etliche Vereinsgruppierungen ohne öffentliche Unterstützung kaum noch existieren könnten. Um die Beurteilung auf eine für alle – Bevölkerung, Vereine und Behörde – transparente Basis zu stellen, einigte sich der Rat auf ein Grundlagenpapier, das Meier zusammenstellen wird. Es wird Angaben zum Vereinsleben, zu Leistungen für die Öffentlichkeit und zur Nutzung der gratis zur Verfügung stehenden Infrastruktur enthalten. Danach wird der Rat erneut entscheiden.