Die Spurgruppe Mittagstisch Messen hat mehrere Standorte für einen Mittagstisch für Schülerinnen und Schüler, die im Ort zur Schule gehen, besichtigt. In einer komplett renovierten Wohnung am Pfarrweg 4 gegenüber der Pfarrschür wurde sie fündig. «Lage und Ausstattung wären ideal für uns», stellte Spurgruppenleiterin Isabelle Magnenat das gesamte Projekt im Gemeinderat vor. «Wir haben zahlreiche auswärtige Angebote in anderen Orten besucht und kritisch gewürdigt.»

Der Spurgruppe schwebe vor, an den drei angebotenen Tagen zusätzlich eine Nachmittagsbetreuung einzurichten und vor allem selber zu kochen. Eine provisorische Umfrage unter Familien habe viele positive Rückmeldungen ergeben, so Magnenat. «Jetzt müssen wir den Eltern Planungssicherheit geben, dass sie ab Sommer auf den Mittagstisch auch tatsächlich zählen können.»

Pädagogische Leitung

Die Gemeinde Messen will die Jahres-Mietkosten von rund 12 000 Franken übernehmen. Da es sich aber um ein Angebot innerhalb des Schulverbandes Bucheggberg handelt, müssen der Vorstand und die Delegiertenversammlung im April den Statuten und einem Reglement zur Organisation von Mittagstischen noch zustimmen. Die Leitung des Mittagstisches Messen sollte eine pädagogische Ausbildung aufweisen. Die Stelle wird für ein rund 18-stündiges Pensum ausgeschrieben. Zur Erfüllung weiterer Aufgaben rund um den Mittagstisch bestehe im Dorf grosse Bereitschaft, hiess es.

Grundsätzlich war der Gemeinderat bei einer Enthaltung der Ansicht, dass ein derartiges schulergänzendes Angebot Familien, aber auch der Gemeinde selbst nur nützen könne. «Wir wollen uns mit diesem Signal als gut durchmischte Gemeinde positionieren», betonte Gemeindepräsident Bernhard Jöhr. Der Mittagstisch werde bei einem Preis von 10 Franken für Essen und Betreuung vermutlich nicht kostendeckend arbeiten können. Quersubventioniert werden könnte der Aufwand mit fixen Stundenansätzen für Mitarbeitende durch die Tarifgestaltung der Nachmittagsbetreuung. In einer durch die Gemeinde finanziell unterstützten Pilotphase soll geprüft werden, ob das Angebot funktioniert.

Erneuter Umbau?

Schulgebäude und Turnhallen sind für Messen und seine Vereine ein wichtiger Durchführungsort für unterschiedlichste Organisationen. Leider habe man beim Hallen-Neubau aus Kostengründen darauf verzichtet, eine Art Foyer einzuplanen, das wie ein Mehrzweckraum für Veranstaltungen genutzt werden könnte, blickte der Gemeindepräsident in die Zukunft. «Auch eine solche Investition in einen Ergänzungsbau wäre ein wahrer Vorteil für Messen.» Dank der positiven Finanzlage könnte sich die Gemeinde dies auch leisten. Und sofern der Mittagstisch in der Wohnung am Pfarrweg 4 aus Platzgründen keine Dauerlösung darstelle, könne er dann vielleicht ins Schulareal umziehen.