Deitingen

Die Pfarrmatte bleibt unangetastet

Die Pfarrmatte wird nicht ausgezont. uby

Die Pfarrmatte wird nicht ausgezont. uby

Die Pfarrmatte, das Landstück zwischen dem katholischen Pfarrhaus und der Zweienhalle, wird nicht ausgezont, weil die Gemeinde Deitingen mit einem anderen Landstück Einzonungen kompensieren kann.

Die Pfarrmatte soll nun doch nicht ausgezont werden. Um weitere Flächen für konkrete Bauten zu gewinnen, beabsichtigte die Gemeinde im Rahmen der Ortsplanungsrevision als Kompensation für Einzonungen Land in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (öBA) auszuzonen.

Mit der Pfarrmatte hätte die Gemeinde 6113 Quadratmeter Land aus der öBA in Landwirtschaftsland ausgezont. Eingezont sollten im Gegenzug Landstücke an der Grabmattstrasse, an der Derendingenstrasse und am Bahnweg werden. Letzteres auf Anfrage der SBB, die dort eine Wohnüberbauung mit hoher Dichte realisieren will.

Schon 2014 war man sich einig

Nun wird es nichts mit der Auszonung der Pfarrmatte. Aber nicht etwa, weil sich Kirchgemeinde und Einwohnergemeinde uneins geworden wären. Schon 2014 haben Kirchgemeinde und Einwohnergemeinde in Gesprächen eine mögliche Auszonung sondiert und abgemacht. «Damals erklärte ich, dass keine Entschädigung zu erwarten ist», sagt Gemeindepräsident Bruno Eberhard.

Denn Land in der öffentlichen Bauzone könne nicht privatem Bauland gleichgestellt werden. «Das habe ich beim Kanton abgeklärt.» Zur Auflage der Ortsplanungsrevision gab es denn auch keine Einsprache vonseiten der Kirchgemeinde.

Dennoch regte sich plötzlich Widerstand gegen das Vorhaben der Gemeinde. Einerseits sei die Kirchgemeindepräsidentin mit Fragen von Kirchgemeindemitgliedern nach einer Entschädigung verunsichert worden, andererseits hat auch das kürzlich diskutierte Planungsausgleichsgesetz zu einer gewissen Verunsicherung geführt. Deshalb hat die Kirchgemeinde nach der Auflage in einem Brief an die Einwohnergemeinde dennoch nochmals die Frage nach einer Entschädigung aufgeworfen. «Wir konnten die Unklarheiten in einem Gespräch ausräumen», erklärt der Gemeindepräsident.

Neue Lösung

In der Zwischenzeit konnte aber eine Lösung im Zusammenhang mit der Parzelle Grundbuch Nummer 299 gefunden werden. An der letzten Gemeinderatssitzung wurde diese Lösung öffentlich. Der westliche Teil des Grundstücks soll in die Landwirtschaftszone umgezont werden.

Diese Auszonung ermöglicht ebenfalls eine Kompensation für die geplanten Einzonungen. Deshalb ändert der Gemeinderat nochmals die Ortsplanung und verzichtet nun vollständig auf eine Auszonung der Pfarrmatte.

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