Subingen

Die Ortsplanung wird revidiert – für ein dichtes Dorfzentrum

Das Restaurant Kreuz steht in der Mitte der Zentrumszone, in der ein neues Dorfzentrum entstehen soll.

Das Restaurant Kreuz steht in der Mitte der Zentrumszone, in der ein neues Dorfzentrum entstehen soll.

Eine neue Zentrumszone Entwicklung soll die Planung im Subinger Dorfkern sicherstellen.

«Mit der Ortsplanung legt der Gemeinderat die Rahmenbedingungen für die zukünftige bauliche Entwicklung fest.» Mit dieser allgemeinen Formel begrüsste Ortsplaner Uriel Kramer die 20 Personen, die die Mitwirkungsveranstaltung zur Ortsplanungsrevision besuchten. Dass diese Formel aber auch Relevanz hat, bewies Kramer am Beispiel eines Umstrukturierungsgebiets, welches bereits an einer Gemeindeversammlung Thema war: die neue Zentrumszone (Z) rund um den Kreisel mit Gestaltungsplanpflicht.

Der südwestliche Teil davon – nämlich das Dreieck zwischen Luzernstrasse, Bahnhofstrasse und Sagibach südlich und westlich vom Restaurant Kreuz – ist als Zentrumszone Entwicklung (ZE) noch separat ausgewiesen. «Zweck dieser Zone ZE ist die Entwicklung und Neubildung eines dichten Dorfzentrums, welches notwendige Einrichtungen für die Versorgung der Bevölkerung enthält», erklärte Kramer.

Öffentliche Bauten, Geschäfts- und Wohnbauten, Gaststätten und Geschäfte sind denkbar. In dieser Zentrumszone Entwicklung mit Gestaltungsplanpflicht sollen Gebäude bis zu maximal sechs Geschossen ermöglicht werden. Kramer verwies auf die Vision, welche bereits an der Gemeindeversammlung Zustimmung fand. Mehrheitlich befinden sich dort nämlich ältere Bauten, die wahrscheinlich die nächste Planungsphase nicht überleben werden. «Wenn sich solche Umstrukturierungen im Zentrum abzeichnen, ist es heute zwingend die Aufgabe der Gemeinde, die Vision an die Hand zu nehmen und Rahmenbedingungen zu definieren», so Kramer.

Dieser Ausschnitt zeigt die neue Zentrumszone (rund um den Kreisel und das «Kreuz»)

Dieser Ausschnitt zeigt die neue Zentrumszone (rund um den Kreisel und das «Kreuz»)

Das Ortsbild im Unterdorf schützen

Die dritte neue Zone ist die Ortsbildschutzzone, welche das ganze Gebiet des ursprünglichen Subingen im Unterdorf überlagert. Andere Zonen wurden hingegen aufgehoben, zum Beispiel habe man die Wohnzonen zu einer Zone zusammengefasst, die Kernrandzone und die Industriezone aufgelöst. Im Südwesten möchte man das Gebiet der Industriezone – früher ein Landwirtschaftsbetrieb– in die W3 überführen. Ansonsten wurde die heutige Industriezone der Gewerbezone zugewiesen, «denn eine eigentliche industrielle Produktion gibt es in Subingen gar nicht», so Kramer.

An der Deitingenstrasse und an der Luzernstrasse möchte man Gebiete der Wohnzone W2 in W3 umwandeln. Die einzige grössere Einzonung, die verfolgt wird, ist das Gebiet südlich des Ulmenwegs. Aus der Reservezone soll eine W2 werden.

Gesetz schreibt bereits vieles vor

Bei Fragen aus der Bevölkerung musste Uriel Kramer mehrmals darauf hinweisen, dass vieles vom Gesetz vorgeschrieben werde. Überdimensionierte Bauzonen müssen reduziert werden, Verdichtungspotenziale seien zu ermitteln, Reservezonen wären eigentlich nicht mehr vorgesehen und müssten in der Regel der Landwirtschaftszone zugewiesen werden, zu welcher sie offiziell ohnehin gehören. So wird die ganze Reservezone nördlich der Derendingenstrasse aufgehoben. Behalten möchte man die Reservezone am Wachtelweg, mitten im Siedlungsgebiet. Sie ist gemeinsam mit der danebenliegenden Landwirtschaftszone als «grüne Lunge» zwischen Derendingen- und Deitingenstrasse erkennbar.

Im Zuge der interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe gilt im Zonenreglement anstelle der Ausnützungsziffer neu die Überbauungsziffer. Diese betrachtet alle überbauten Flächen aus der Vogelperspektive, was neue Ausbaumöglichkeiten erlaubt.

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