Wasseramt

Die offene Jugendarbeit soll eine Ergänzung und keine Konkurrenz sein

Rebekka Matter-Linder vor ihrem neuen Büro an der Durrachstrasse in Derendingen.

Rebekka Matter-Linder vor ihrem neuen Büro an der Durrachstrasse in Derendingen.

Die reformierte Kirchgemeinde Wasseramt will mit Rebekka Matter-Linder die offene Jugendarbeit entwickeln.

Die reformierte Kirchgemeinde Wasseramt hat eine Stelle für offene Jugendarbeit geschaffen. Besetzt wird sie seit Juni von Rebekka Matter-Linder in einem 50-Prozent-Pensum. Die 37-Jährige hat in den letzten 15 Jahren die Jugendarbeit im Unterleberberg erfolgreich aufgebaut, wohnt selbst im Wasseramt und ist Mutter dreier schulpflichtiger Kinder. «Ich freue mich enorm auf meine neue Aufgabe. Das ist eine wunderbare Chance, etwas für die Jugendlichen im Wasseramt zu tun.»

Vieles ist vorhanden, Vernetzung fehlt

«Im Wasseramt wird schon lange Jugendarbeit betrieben. Es hat sehr viele tolle Sportvereine und Jugendverbände wie JuBla-, Cevi- und Pfadigruppen.» Und in Zuchwil werde im Auftrag der Einwohnergemeinde schon seit längerem professionelle Jugendarbeit geleistet. Was aber noch ausgebaut werden könnte, sei die Vernetzung der Vereine und Institutionen und ihrer Angebote. Hier möchte sie als Jugendarbeiterin für die reformierte Kirchgemeinde Wasseramt ansetzen.

Tatsächlich besteht ihre Arbeit zurzeit vor allem darin, sich vorzustellen und Leute kennen zu lernen. Das gehe von den Pfarrerinnen und Pfarrern, den diakonischen Mitarbeitern bis hin zu den Schulleitern. «Zum Glück trinke ich gerne Kaffee», meint sie augenzwinkernd. Ihr Arbeitsgebiet ist weitläufig, die Gemeinden und Pfarrkreise, die sie betreut, sind unterschiedlich (siehe Infobox). «Aber eines gleicht sich. Ich treffe überall engagierte Menschen an, die sich für unsere Kinder und Jugendlichen engagieren.»

Bei Anlässen Kinder und Jugendliche kennen lernen

Als Erstes wird Rebekka Matter ein Konzept erarbeiten, in dem aufgelistet wird, welche Organisationen und Institutionen sich im Wasseramt für Kinder und Jugendliche einsetzen. «Ich muss gestehen, obwohl ich als Mutter, Jugendarbeiterin und Wasserämterin sensibilisiert bin, war mir nicht bewusst, wie viele Angebote es bereits gibt. Ich frage zudem nach, ob Bedürfnisse vorhanden sind, die bisher nicht abgedeckt werden.»

Die reformierte Kirchgemeinde will keine Konkurrenz zu den bereits bestehenden Angeboten und Vereinen aufbauen. Viele dieser Institutionen hätten gut funktionierende Strukturen und auch gut ausgebildete Leiterinnen und Leiter. «Mein Thema ist es, herauszufinden, wo Synergien genutzt werden können. Oder wie gemeinsam etwas Grösseres auf die Beine gestellt werden kann. Auf Wunsch könnte ich die Organisationen auch begleiten oder ihnen punkto Kinder- und Jugendfragen beratend zur Seite stehen.»

Jugendarbeit sei eine Sache, die längerfristig betrachtet werden müsse. Rebekka Matter weiss das von ihrem Engagement im Unterleberberg. «Die heutigen Leiterinnen und Leiter waren alle im Kids-Treff in Flumenthal, später dann im Sommerlager und in den Jugendtreffpunkten.» So seien sie von Betreuten zu Betreuenden herangewachsen.

Mit dem Herbst-Spass ein Programm lanciert

Aus diesem Grund hat sie den «HeSpa», Herbst-Spass 2019, lanciert. Fünf Anlässe, an denen Kinder und Jugendliche aus den Kirchgemeinden unverbindlich teilnehmen können und an denen sie wiederum Kontakte knüpfen möchte.

Auch ihr neues Büro an der Durrachstrasse in Derendingen soll mit Leben gefüllt werden. «Das Haus hat einen schönen Kellerraum mit einem Töggelikasten und einem Kamin, der sich als Treffpunkt eignet. Im Garten hat es ebenfalls viel Platz und einen Pingpongtisch.»

Meistgesehen

Artboard 1