«Zwiespältige Erinnerungen, mehrheitlich der individuelle Duft, verbinden viele Biberister mit der Alten Turnhalle», blickte Beat Affolter, Vizegemeindepräsident und Präsident der Kommission Schulraumplanung an der Einweihung auf die einstige Turnhalle zurück. Über diesen ganz speziellen Duft äusserten sich denn auch viele Anwesende spontan. Von dieser Erinnerung ist aber nicht im Entferntesten noch etwas wahrzunehmen.

Gefällig wirkt das Gebäude bereits von aussen, das durch den Wegfall der Bepflanzungen und der Unterstände nun voll zur Geltung kommt. Auch nachts beeindruckt es mit der neuen Aussenbeleuchtung.

Das Farbkonzept entspricht der einstigen Turnhalle, welche die Papierfabrik 1904 erbauen liess und der Gemeinde als Geschenk übergab. Ein Spezialist eruierte aus den mehrfach aufgetragenen Farbschichten die warmen Ursprungsfarben.

Schlichte Harmonie

Reto Mosimann und Rocco Parente von der beauftragten «ssm Architekten AG» führten die zahlreichen Interessierten durch das sanierte Gebäude. «Ein Bijou, das aus dem Dornröschenschlaf erweckt wurde», sagten sie. Die Halle überzeugt in den Farbtönen dunkel- und hellgrau.

Der eingefärbte, versiegelte Unterlagsboden harmoniert mit der geschlitzten Holzkonstruktion an den Wänden und an der Decke – zur Verbesserung der Akustik – sowie den rötlichen Zierbalken. Die obere Hälfte der Wände ist mit lebhaftem Putz eingekleidet. Neu sind ebenfalls die mit Sprossen versehenen Fenster.

Licht spendet eine direkte Beleuchtung an der Decke und eine indirekte oberhalb der Holzkonstruktion an den Wänden. Erneuert präsentieren sich die WC-Anlagen. Aus der einstigen Garderobe ist ein Foyer mit Teeküche und viel Lichteinwurf entstanden. Es eignet sich mit dem Aussenraum im Kiesbereich unter den Bäumen ideal für Apéros. Von dieser Freizeit-Atmosphäre durften sich die geladenen Gäste nach dem Durchschneiden des Bands überzeugen.

Von einem Bijou sprach auch Martin Kaiser, der das Koordinationsteam «Alte Turnhalle» präsidierte. Freudig tat er kund, dass der Sanierungskredit von 1.3 Mio. Franken nicht überschritten werde. Fortan sollen in der Alten Turnhalle Anlässe von der Schule, der Gemeinde, von ortsansässigen Vereinen aber auch Privaten stattfinden.