Etziken
Die Musikgesellschaft hat pure Unterhaltung geboten

Die Musikgesellschaft Etziken zeigte ein Konzert und das Theater «Alles Ufos oder was» in der Mehrzweckhalle

Hans Blaser
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Sängerin Sonja Gerber singt als Gast zwei Stücke und eine Zugabe.

Sängerin Sonja Gerber singt als Gast zwei Stücke und eine Zugabe.

Dass die Musikgesellschaft Etziken einen guten Tag hat, wurde schon beim Eröffnungsstück «Fanfare for a Celebration»von Charles Michiels klar. Gelöst wirkte deshalb der Gesichtsausdruck von Dirigent Ruedi von Arx vor dem ersten Höhepunkt. Der 1986 geborene Japaner Naoya Wada konnte dafür aus dem Vollen schöpfen. Entsprechend reich besetzte er die Auftragskomposition aus dem Jahr 2007 für ein jubilierendes Universitätsorchester in Japan.

Obwohl die Musikgesellschaft Etziken längst nicht so gross besetzt ist, kam das Werk recht gut zur Geltung. Das spricht für den Komponisten. Den Etzikern kam natürlich dabei das Solo für Tenorsaxofon darin etwas entgegen. Gleich vier davon haben sie in ihren Reihen. Ausser drei Altsaxofone und zwei Klarinetten gibt es aber keine weiteren Rohrblattinstrumente.

Gut gefiel auch der «Twenty-Five Rock», eine gefälliges Unterhaltungswerk von Mario Bürki. Überall beliebt ist Christoph Walters «Celtic Crest». Für einen besonderen Auftritt legte Roger Burkhard seine Trompete weg. Sein gefühlvolles und fast perfektes Solo auf dem Flügelhorn prägte «The Rock» von Hans Zimmer. Eine Polka von Kurt Gäble und ein ebenfalls von ihm arrangiertes Udo Jürgens-Medley komplettierten das Programm.

Gastsängerin überzeugte

Er könne nicht alle seine Kompositionen so gerne hören wie diese, verriet Fritz Rickli auf der Bühne. Er meinte seinen Marsch «Etziken», mit dem der zweite Konzertteil eröffnet wurde. Dieser wurde mit der neuen Fahne erstmals am Musiktag im letzten Sommer der Öffentlichkeit vorgeführt.

Für einmal setzte die Musikgesellschaft mit Sonja Gerber auf eine Sängerin als Gast. Im ersten Konzertteil war sie mit «Ich gehör nur mir» als Elisabeth aus dem gleichnamigen Musical von Michale Kunze (Text) und Silvester Levay (Musik) zu hören. Für die musikalische Begleitung wählten die Instrumentalisten ein Arrangement von Simon Felder.

Mit der Sängerin setzte die MG auch den Schlusspunkt des zweiten Konzertteils. Arrangiert von Ron Sebregts hiess es da «Simply the Best». Schlagartig wurde allen klar, diesen Titel haben Mike Chapman und Holly Knight nicht erst für die Gewaltstimme der Tina Turner geschrieben. Schon gar nicht passen würde diese für die zarten Farben des Regenbogens. Mit «Over the Rainbow» steuerte nämlich die Sängerin auch die erste Zugabe bei. Nach «Hawaii Five – O» als zweiter, instrumentaler Zugabe fiel der Vorhang.

Eine Doppelbelastung meisterte der Saxofonist Patrick Culik. Nebst seinem vollen musikalischen Programm übernahm er auch die Moderation. Eine noch gewichtigere Doppelbelastung bewältigten die Mitglieder der eigenen Theatergruppe. Fast alle von ihnen haben zuvor im Konzert schon ihr Instrument gespielt. Nach dem musikalischen Teil boten sie wie üblich noch eine amüsante Aufführung.