Gaming-Festival
Die Lüterkofer Turnhalle verwandelt sich in ein Gamer-Paradies

Am Wochenende steigt in Lüterkofen das zwölfte Gaming-Festival «Butterlan». Für den Event haben sich rund 230 Gamer angemeldet – erwartet werden aber noch viele mehr, denn neben den E-Sport-Hauptturnieren gibt es noch zahlreiche Nebenattraktionen.

Lara Reimann
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Vorbereitung auf das Lan-Festival in Lüterkofen (April 2018): Die Vorbereitungsarbeiten in der Mehrzweckhalle in Lüterkofen laufen auf Hochtouren.
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Vorbereitung auf das Lan-Festival in Lüterkofen (April 2018)
Kabel werden verlegt, Stroboskop und farbige Scheinwerfer geprüft, die Nebelanlage verschleiert testweise die ganze Bühne.
Ein regelrechter Kabelsalat wird hier installiert...
Ein regelrechter Kabelsalat wird hier installiert...
Hier im Saal werden Anschlüsse verlegt.
Hier im Saal werden Anschlüsse verlegt.
Dabei handelt es sich um ein ausgeklügeltes Vernetzungssystem mit höchster Leistungsfähigkeit.
Dabei handelt es sich um ein ausgeklügeltes Vernetzungssystem mit höchster Leistungsfähigkeit.
Dabei handelt es sich um ein ausgeklügeltes Vernetzungssystem mit höchster Leistungsfähigkeit.
Dabei handelt es sich um ein ausgeklügeltes Vernetzungssystem mit höchster Leistungsfähigkeit.
230 Gamer haben sich für das Gaming-Festival «ButterLan» angemeldet.
230 Gamer haben sich für das Gaming-Festival «ButterLan» angemeldet.
230 Gamer haben sich für das Gaming-Festival «ButterLan» angemeldet.

Vorbereitung auf das Lan-Festival in Lüterkofen (April 2018): Die Vorbereitungsarbeiten in der Mehrzweckhalle in Lüterkofen laufen auf Hochtouren.

Lara Reimann

Die Vorbereitungsarbeiten in der Mehrzweckhalle in Lüterkofen laufen auf Hochtouren. Kabel werden verlegt, Stroboskop und farbige Scheinwerfer geprüft, die Nebelanlage verschleiert testweise die ganze Bühne. Im Rechenzentrum sind Vereinsmitglieder in ihre Arbeit am PC vertieft, im Saal werden Anschlüsse verlegt. Was nach Kabelsalat aussieht, ist in Wirklichkeit ein ausgeklügeltes Vernetzungssystem mit höchster Leistungsfähigkeit.

Aber Achtung: Wer sich unter einer LAN-Party einen stickigen, düsteren Raum mit einzig auf die Bildschirme fixierten Zockern vorstellt, liegt falsch: «ButterLan» ist ein regelrechtes Gaming-Festival, zu dem ein umfangreiches Rahmenprogramm gehört. Showelemente und Geselligkeit werden grossgeschrieben – nicht nur am PC.

Analoge Einstimmung

230 Gamer haben sich für das eventreiche Wochenende angemeldet – erwartet werden aber noch viele mehr, denn neben den E-Sport-Hauptturnieren gibt es an der «ButterLan» zahlreiche Nebenattraktionen. «Eine grosse Neuheit ist der Hearthstone-Tavernenevent im Foyer», erklärt «ButterLan»-Vereinspräsident und -gründer Daniel Moser aus Buchegg. Da seien alle zum Mitspielen eingeladen, auch mit dem Handy oder dem Tablet, ohne Ticket. «Funktionieren tut das wie ein Kartenspiel, nur eben nicht mit physisch vorhandenen Karten», so Moser.

Dass bei einem LAN-Festival aber längst nicht alles digital sein muss, beweist der Festivalauftakt, der heuer bereits am Mittwoch stattfindet, und zwar in Form eines Jassturniers – vollkommen analog. Am Donnerstagabend laufen dann erste Fun-Turniere, am Freitag trudelt die grosse Menge zur fulminanten Eröffnung ein.

Passend zum Titel der zwölften «ButterLan» Edition «The Knight’s Tale» haben die Vereinsmitglieder ein Video gedreht, welches eine Story erzählt und mit Live-Performance ergänzt wird. «Viele LANs haben ein Intro, aber so aufwendig wie bei uns habe ich das wohl noch nie gesehen. Daran haben wir halt besonders Freude», schmunzelt Moser. Für Stimmung sorgt am Freitagabend die Band «Sorgäching».

Selbst entwickeltes Brettspiel

Eine besondere Attraktion ist das vom Verein entwickelte Spiel «Heroes of ButterLand», welches im Geräteraum der Turnhalle aufgebaut wurde. «Gespielt wird mit Würfeln, Figuren und Karten auf einer vertikal aufgehängten magnetischen Spielwelt», erklärt Daniel Moser. Es handelt sich dabei um das einzige offizielle «ButterLan»-Turnier, an dem die Spieler nicht vor dem Computerbildschirm sitzen, sondern Kämpfe mit Würfeln und Karten austragen.

Am Samstag während der Finalspiele steigt dann die «O’Butters Irish Night», an der wieder prominente Live Acts für Stimmung sorgen. «ButterLan ist eher ein Fun-Casual-Event», erklärt Moser, nichtsdestotrotz seien auch ein paar Profispieler anwesend. Das Altersspektrum reicht von 14 bis 61 Jahre. Im Gepäck haben die Zocker nicht nur den eigenen PC, sondern auch den Schlafsack. Für alle Teilnehmer steht ein Schlafplatz in der separaten Turnhalle zur Verfügung. «Wer sich aber nach alter LAN-Party-Manier lieber an seinen über alles geliebten PC kuscheln möchte», schreiben die Veranstalter, dürfe dies auch direkt am eigenen Platz, zum Beispiel unter dem Tisch, tun.

Warum eigentlich Butter?

Für den speziell anmutenden Namen gibt es eine Erklärung: «Bei unserem ersten Event war mein Nickname ‹die Butter›», erklärt Daniel Moser. Damals, im Jahr 2003, habe man noch wenig Know-how gehabt und die LAN mit lediglich neun Personen aus dem Kollegenkreis durchgeführt. «Da hatten wir auch noch keinerlei Ambitionen, einen Grossevent zu organisieren», so Moser. Heute umfasst der Verein 14 Mitglieder, und der Name sei mittlerweile eine feste Marke, welche man in der Szene kenne. Nach drei Jahren Pause – einige Vereinsmitglieder waren auf Reisen, andere seien Väter geworden – ist die «ButterLan»-Crew nun wieder bereit für den nächsten Coup und hat mächtig aufgerüstet.

So habe man mehrere tausend Franken in neue Hardware und eine neue Firewall investiert.
Der Besuch der «ButterLan» steht allen Interessierten offen, sei es nur zum Bar- oder Konzertbesuch, oder auch zum Mitspielen am Tavernenevent – dafür ist kein Ticket erforderlich. Besonders am Samstagnachmittag biete es sich an, einmal ein bisschen LAN-Party-Luft zu schnuppern.

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