Die wichtigste Neuerung an der diesjährigen Krebskilbi ist sicher die Änderung der Öffnungszeit am Samstag. Traditionellerweise wurde die Kilbi seit vielen Jahren mit den Geisslechlöpfern, den Trachtentänzern und dem Jodlerchor eröffnet. «Diesen Anlass behalten wir selbstverständlich bei», erklärt Pascal Ritter (Präsident Kilbi-OK). Aber neu werde er als Festakt deklariert. Auch künftig werden kurz vor 20 Uhr die Kirchenglocken läuten. Dann müssen im Lunapark die Bahnen abgestellt werden, damit die Kilbibesucher zum Festakt auf dem Dorfplatz spazieren können. Starten wird die Kilbi aber bereits um 14 Uhr. Das ist ein Wunsch der Standbetreiber und auch der Vereine, die viele der Beizlis führen. Am Montagabend dauert die Kilbi zudem künftig bis um 2 Uhr morgens. Bisher war um 0.30 Uhr Schluss. Dafür wird der Kilbi-Dienstag wegfallen. Dieser fand sowieso nur alle paar Jahre statt, wenn er auf den 15. August und damit Maria Himmelfahrt fiel.

Gemeinde übernahm seit Jahren das Defizit

Ausgelöst wurde die Neuorganisation der Kilbi, weil es immer mehr kritische Stimmen gab, die sich vor allem auch an der Gemeindeversammlung äusserten. «Die Kilbi ist schon seit Längerem nicht mehr kostendecken und die Gemeinde hat in den letzten Jahren jeweils das Defizit von 10 000 bis 15 000 Franken bezahlt», meint Gemeindepräsident Simon Wiedmer dazu. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die das Kilbireglement überarbeitet hat. Gleichzeitig wurden neue Leute in das Kilbi-OK gewählt.

Mit dem neuen Reglement wurden auch die Gebühren für die Standbetreiber, die Schausteller und die Vereine angehoben. Ein grosser Teil des Defizites werde dadurch verursacht, dass man heute beispielsweise den Einsatz der Samariter abgelten müsse. Ebenso den Verkehrsdienst und vor allem auch den Sicherheitsdienst. «Wir sind der Meinung, dass sich die Standbetreiber an diesen Kosten beteiligen sollten», so Ritter. Die Erhöhung sei aber moderat und die Gebühren immer noch tragbar. Tatsächlich haben alle Vereine und viele Standbetreiber, trotz der neuen Preise, wieder für die Kilbi 2019 zugesagt.

Der Dorfplatz ist das Herz der Kilbi

Die Grundzüge der Krebskilbi werden beibehalten. Es wird weiterhin einen Lunapark geben, dazu viele Marktstände und die Vereins-Beizli. «Wir möchten der Kilbi aber ein etwas moderneres Gesicht geben und setzen vermehrt auch auf Qualität», erklärt Ritter. So gibt es dieses Jahr zum ersten Mal Stände mit Handwerkern. Diese dürfen den Vorplatz von Coop nützen. Erstmals seit Jahren machen auch alle Restaurants im Dorf an der Kilbi mit. Teilweise stellen sie auch ihre Vorplätze oder Gärten für Aktivitäten zur Verfügung.

Nachdem der Dorfplatz im letzten Jahr, wegen der Baustelle in Gerlafingen, für den Busbetrieb und die Autos offen bleiben musste, wird die Strasse heuer wieder gesperrt. «Der Dorfplatz ist das Herz der Kilbi», sind sowohl Ritter als auch Wiedmer überzeugt. So soll die Kilbi sich auch wieder entlang der Hauptstrasse in Richtung Recherswil ziehen. Dort sollen neu einige zusätzliche spezielle Essens-Stände Platz finden. Sicher wird Spanferkel serviert. Ebenfalls in Richtung Recherswil wird eine grosse Bahn aufgestellt, die wohl vor allem die Teenager anziehen wird.

«Wir setzen zudem diverse kleinere Massnahmen um. Eine Beschilderung soll die Besucherinnen und Besucher schneller zu den Beizlis oder zum Lunapark lenken. «Einige Anbieter liegen etwas versteckt. Das möchten wir damit korrigieren», so Ritter. «Wir haben ein Abfallkonzept ausgearbeitet und werden mehr und grössere Abfallbehälter aufstellen.» Aus Sicherheitsgründen werden die WC-Anlagen besser beleuchtet und ein spezielles Behinderten-WC hingestellt. Die Kleinsten dürfen sich zudem gratis schminken lasen.

Die Kilbi bekommt ein Maskottchen

Die Kilbi sei in Kriegstetten ein fest verankertes Fest, das seit Jahrhunderten gefeiert wird. Trotzdem könne es für die Anwohner auch zur Belastung werden, ist sich Ritter bewusst. Das OK habe darum den Kontakt mit den direkten Anwohnern gesucht und werde vor allem wegen der Musikanlagen Stichproben wegen deren Lautstärke durchführen.

Freude hat Pascal Ritter zudem, dass die Kilbi ein Maskottchen erhält. Mehr will er allerdings noch nicht verraten. Es wird sicher themenbezogen zur Krebs-Kilbi passen. Und Simon Wiedmer ist zuversichtlich, dass die Neuerungen ankommen werden. «Es ist toll, wie viele Ideen das neue OK hat.»