Kantonsratswahlen

Die kleinsten Parteien haben die meisten Panaschierstimmen

Unterschiedliche Partei, unterschiedliche Ausgangslage. Eines haben Martin Flury (BDP, links) und Christian Scheuermeyer (FDP) aber gemeinsam -– sie verfügen über guten Rückhalt in ihrer Wohngemeinde Deitingen.

Unterschiedliche Partei, unterschiedliche Ausgangslage. Eines haben Martin Flury (BDP, links) und Christian Scheuermeyer (FDP) aber gemeinsam -– sie verfügen über guten Rückhalt in ihrer Wohngemeinde Deitingen.

Markus Dietschi (BDP, Selzach) ist in den Bezirken Lebern, Bucheggberg und Wasseramt Panaschierkönig.

Doris Häfliger Haupt (Grüne, Solothurn, gewählt im Wasseramt), Martin Flury (BDP, Deitingen), Markus Knellwolf (GLP, Solothurn, gewählt im Wasseramt) und Markus Dietschi (BDP, Selzach) haben eines gemeinsam: Sie sind Einzelkämpfer und holten sich ihren Sitz im Kantonsrat dank Panschierstimmen von den anderen Listen (Wahlzettel ohne Bezeichnung und eigene Wahlzettel sind nicht dazugerechnet, Anm. der Redaktion).

Panaschierkönig ist Markus Dietschi: 44,4 Prozent seiner Stimmen (896 Stimmen) stammen von anderen Listen. Ihm folgt Martin Flury mit 41,9 Prozent (1083 Stimmen). Doris Häfliger bringt es auf 39,2 Prozent (1231 Stimmen) und Markus Knellwolf liegt bei 38,2 Prozent (1076 Stimmen). Am wenigsten Panaschierstimmen von anderen Listen bekommen die Kandidaten der SVP. Hugo Schumacher (Luterbach) weist mit 8,4 Prozent (413 Stimmen) den höchsten Anteil an Fremdstimmen auf. Zum Vergleich: Bei Hardy Jäggi (SP, Recherswil) sind es 17,3 Prozent, bei Marianne Meister (FDP, Messen) 19,2 Prozent.

Panaschierstimmenanteil der Gewählten

Hüniken ist top

Im Kanton Solothurn lag die Stimmbeteiligung am Wochenende bei 35,35 Prozent. In der Amtei Bucheggberg-Wasseramt war sie mit 34,47 Prozent nochmals etwas tiefer. Dabei gab es durchaus Gemeinden, die darüber lagen. Buchegg etwa, mit 40,41 Prozent, Deitingen mit 41,15 Prozent; Oekingen mit 41,90, Halten mit 45,09, Lüterswil-Gächliwil mit starken 52,76 Prozent und Hüniken mit sagenhaften 57,69 Prozent.

Wenig Interesse zeigten die Stimmberechtigten in Schnottwil mit 29,56 Prozent, in Zuchwil mit 29,04 Prozent und das Schlusslicht muss Gerlafingen mit einer Beteiligung von 28,06 Prozent übernehmen.

Etwas besser sieht es in der Amtei Solothurn-Lebern mit 36,21 Prozent aus. Hier führt Feldbrunnen-St. Niklaus die Liste mit 56,57 Prozent Stimmbeteiligung an, gefolgt von Rüttenen mit 48,32, Oberdorf mit 45,21, Lommiswil 42,11 und Balm bei Günsberg mit 40,91 Prozent. Unter der 30-Prozent-Marke liegt einzig Kammersrohr mit 28,13 Prozent.

In der Analyse nicht einbezogen sind Zahlen und Kandidaten aus den Gemeinden Solothurn, Grenchen und Bettlach.

Stimmbeteiligung in Lebern, Bucheggberg und Wasseramt an den Kantonalen Wahlen 2017

Die Unterstützung der Kandidierenden in ihren Gemeinden

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