Oberdorf

Die Kindertagesstätte Kitasia füllt ein altes Bauernhaus mit Leben

Larissa Schneider hat die Zimmer selbst eingerichtet.

Larissa Schneider hat die Zimmer selbst eingerichtet.

Seit Anfang Jahr gibt es in Oberdorf die Kindertagesstätte Kitasia, die bereits rege benutzt wird.

Anfang 2020 hat die 28-jährige Oberdörferin Larissa Schneider in Oberdorf die Kindertagesstätte Kitasia geöffnet. Die Räumlichkeiten befinden sich in einem alten Bauernhaus, welches viel Cachet hat: Sichtbare Balken, niedrige Raumhöhe, eine neue, geräumige Küche, Nischen und Ecken, die zum Verstecken oder Ausruhen einladen. Ergänzend dazu hat die Kita-Leiterin mit viel Liebe die Zimmer eingerichtet: Beim Eingang handbemalte Holzscheiben, die als Garderobe dienen, ein selber genähtes Fühlmemory, ausgewählte Spielsachen und viel Platz für Spiel, Spass, Bastelstunden und Ruhe. «Ich habe bewusst nicht allzu viele Spielsachen angeschafft, es soll Raum für Kreativität sein. Mit natürlichen Materialien und Alltagsgegenständen schaffen wir für Kinder eine Spielwiese», erzählt die gelernte Fachfrau Betreuung. Nicht nur im Spiel, sondern auch beim Essen wird Wert auf Qualität gelegt – und: Die Kinder dürfen in der Küche mithelfen.

Jeden Tag wird ein Spaziergang eingeplant

Weil zum Gebäude kein Garten gehört, wird jeden Tag ein Spaziergang eingeplant – bei jedem Wetter: «Wir gehen auf einen Spielplatz, in den Wald und bald werden wir aus unserem Vorplatz eine Oase machen.» Larissa Schneider träumt von einem bunten Holzzaun, von Hochbeeten und ist glücklich über den alten Brunnen, der zu Wasserspielen einlädt.

Für sie war der Start mit all den formalen Abklärungen anstrengend – und kaum war der Betrieb gestartet, machte ihr Corona einen Strich durch die Rechnung. Doch nun beginnt die Sache zu rollen: «Wir können an fünf Tagen pro Woche je 12 Kinder im Alter von 3 Monaten bis zum Schuleintritt betreuen. Ab Juni haben wir an jedem Tag Kinder, die wir betreuen dürfen. Es hat aber noch Kapazitäten und so können wir spontan neue Kinder aufnehmen – etwas, was in dieser unsteten Zeit von Vorteil sein kann.» Um flexibel reagieren zu können, ist sie auf die Hilfe von drei Betreuerinnen angewiesen, die in den Startlöchern stehen. Bis der Betrieb richtig läuft, nutzt sie die Zeit, um den Räumen noch mehr Leben einzuhauchen: «Für den Bewegungsraum habe ich viele Ideen, zudem werden wir zusammen mit den Kindern für mehr Farbe sorgen. Das Ganze beginnt erst mit den Kindern so richtig Gestalt anzunehmen.»

Grosse Unterstützung erhält sie auch vonseiten der Gemeinde. Diese hat das Projekt von Anfang an mit Wohlwollen begleitet – und ab dem neuen Schuljahr wird in der Kita neu auch ein Mittagstisch für die Schulkinder angeboten.

Larissa Schneider bezeichnet sich als «verspielt» – sie mag Märchen und das Zauberhafte. Und sie hat viel Fantasie. Kein Wunder also, dass aus einem Loch in der Wand im Ruhezimmer, vor welchem die Kinder Angst hatten, weil eine Maus rauskommen könnte, rasch mit ein paar Utensilien ein Wichtelhäuschen wurde. Seither wollen alle Kinder möglichst nahe bei dem Loch ihren Mittagsschlaf machen. Was würde sich also die fantasievolle Kitaleitern wünschen, wenn sie bei einer Fee drei Wünsche offen hätte? «Erstens einen Garten, zweitens, dass bald viel Kinder die Kitasia beleben und drittens: einen Garten!»

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