Recherswil
Die Hornussergesellschaft präsentiert stolz ihre neue Fahne

Die Hornussergesellschaft Recherswil-Kriegstetten hat eine neue Fahne.

Michael Schenk
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Fähnrich Markus Sommer (l.) und der Pate der neuen Fahne, der zweifache Eidgenössische Schlägerkönig Hanspeter Schneider.

Fähnrich Markus Sommer (l.) und der Pate der neuen Fahne, der zweifache Eidgenössische Schlägerkönig Hanspeter Schneider.

Eine Vereinsfahne ist kein profanes Stück Tuch, hübsch bestickt und «zusammengeschnurpft» von einer mehr oder weniger talentierten Hobby-Schneiderin zu Hause vor dem Hirnblocker sprich TV. Nein, so eine Fahne repräsentiert den Gegenwert eines eleganten, nigelnagelneuen Kleinwagens. Das gilt auch für die neue Flagge der Hornussergesellschaft Recherswil-Kriegstetten. Fünf Jahre nach der Fusion hat der Sportverein eine neue Fahne - in dem Sinn die erste der «neuen» Geselleschaft - eingeweiht.

Das Fähnlein der aufrechten Stecken- und Nouss-Heroen aus dem Wasseramt, das zu den Besten der Welt seiner Zunft zählt und heuer in der Meisterschaft Bronze gewann, hat es sich nicht leicht gemacht. Eine Fahnen-Beschaffungs-Kommission FBK von vier Mann Besatzung, je zwei aus Recherswil und Kriegstetten, hat sich während mehr als einem Jahr intensiv mit Farbe, Sujet und Beschriftung befasst. Viele Sitzungen und Diskussionen waren nötig, ehe das kostbare «Kind» aus Damast geboren ward.

Idealer Moment

«Fünf Jahre nach der Fusion schien uns der richtige Zeitpunkt gekommen, für eine neue Vereinsfahne», sagt Gesellschafts-Präsident Toni Schmid. Die Nachgeburtswehen, sofern es solche gab, sind gesundet, der «neue» Verein den Kinderschuhen entwachsen. Gehalten ist die Fahne in den Solothurner Farben und mit einer bewusst modernen Zeichnung. Die alten Fahnen der Gesellschaften Recherswil und Kriegstetten bleiben im Einsatz und werden nach wie vor verwendet, wenn mehrere Mannschaften der HG Recherswil-Kriegstetten gleichzeitig diversenorts im Einsatz sind.

Schliesslich dient die Fahne bei den Hornussern unter anderem und am liebsten dazu, die legendären Trinkhörner, die als Gesellschafts-Preise an Festen für die Besten abgegeben werden, daran zu befestigen, und so heim zu tragen und stolz zu präsentieren.

Götti aus dem Emmental

Keine Geburt ohne Pfarrer und Götti. Mit dem reformierten Pfarrer Reto Bichsel und dem katholischen Dominik Meyer wurde das edle Stück Gewebe, dass die Bindung einer Einheit an ein bejahend übergeordnetes Grosses symbolisiert und so einen verehrungswürdigen Charakter erhält, gleich von zwei Geistlichen gesegnet. Flotte Paten hat das Kultobjekt eine ganze Armada. Da ist zu einem als Gesellschaft die HG Wasen-Lugenbach. «Wir sind irgendwie aus dem selben Holz geschnitzt», sagt Toni Schmid. So habe sich über Jahre hinweg eine intensive und gute Freundschaft zwischen den beiden Gesellschaften ergeben. «Als wir anfragten, kam sofort ein OK.» Als Götti-Geschenk überreichten die Emmentaler den Solothurnern einen Holztisch mit Inschrift. Mit Walter Affolter, Ruth Spichiger, Christine Lüthi und dem zweifachen, eidgenössischen Schlägerkönig Hanspeter Schneider standen der Fahne bei deren Einmarsch, ganz in olympischer Manier notabene, und der späteren Enthüllung zudem vier der Gesellschaft nahestehende Personen Pate.

Schon der erste Grosseinsatz

Ihren ersten Einsatz hat die neue Fahne am Wochenende, wenn weit über 500 Jugendliche am Interkantonalen- und Nordostschweizerischen Junghornusserfest um möglichst wenig Nummern und möglichst weite Streichen kämpfen. Organisiert wird der Grosse Event von der HG Recherswil-Kriegstetten. Bereits am letzten Wochenende standen rund 800 Hornusser zum Fahnenweih-Anlass am Bock und im Ries. Gekommen waren alle, die im Nouss-Imperium Rang und Namen haben – so auch die Schweizer Meister von Wäseli. Tja, Ehre wem Ehre gebührt ...

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