«Das ging jetzt doch alles etwas gar schnell.» Felix Wiedmann, einer der Herregääger, wischt sich den Schweiss von der Stirn. Erst vor zwei Wochen wurde an der Gemeindeversammlung beschlossen, dass der Zentrumsbau realisiert werden soll. Das hat zur Konsequenz, dass der Saalbau Bad verkauft wird. «Das war die Chance für uns.»

Schon lange suchen die Herregääger ein Wagenbaulokal. Die Derendinger Wagenbauzunft hat seit einem Jahr bereits das Restaurant Traube gemietet und führt dies als Fasnachtsbeiz, bis es in spätestens zwei Jahren abgerissen wird. Dann sind die Fasnächtler wieder heimatlos. Die «Traube» ist zudem zu klein. Wagen bauen kann man dort nicht. «Mit dem ‹Bad› können wir beides: Wagen bauen und eine Fasnachtsbeiz aufrecht erhalten.»

Möglich wird der Kauf auch, weil sich Gemeindepräsident Kuno Tschumi, selbst lange Jahre aktiver Fasnächtler, persönlich dafür einsetzte, dass der Preis für das Gebäude für die Zunft bezahlbar ist.

Schon heute – nach 16 Uhr – beginnen die Herregääger damit, ihre Wagenbau-Utensilien ins «Bad» zu räumen. Weil die Zunft nicht mehr viele Mitglieder hat, hofft sie, dass sich einige Helfer einfinden und beim Zügeln helfen. Ein Apéro ist ihnen als Dank gewiss, versprechen die vier Stammzünftler Lumpi, Ünggu, Jus und Hugöre.