Kriegstetten
Die Gruppenpraxis zügelt in die neue Scheune

Mit dem Neubau der Scheune neben dem ehemaligen Gasthof Kreuz erhält das Kriegstetter Dorfzentrum ein neues Gesicht. Derzeit wird der Rohbau des dreistöckigen Hauses fertiggestellt. Schon bald machen sich Elektriker und Schreiner an den Innenausbau.

Christof Ramser
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Der Neubau der Scheune zwischen den Restaurants Ueli der Pächter und Kreuz nimmt sichtbar Formen an.

Der Neubau der Scheune zwischen den Restaurants Ueli der Pächter und Kreuz nimmt sichtbar Formen an.

Hanspeter Baertschi

Knapp fünf Jahre, nachdem die Kreuzscheune im Januar 2011 vollständig niederbrannte, soll bereits kommenden November die Gruppenpraxis Kriegstetten ins Parterre des Neubaus zügeln. «Hauptgrund für den Umzug ist der Platzmangel am heutigen Standort», sagt Andrea Carnelli. Er ist einer von drei praktizierenden Ärzten an der Haltenstrasse in Kriegstetten. In den letzten Jahren sei die Patientenzahl gestiegen, die Praxis werde allmählich zu eng. Auch ausserhalb der Praxisräume soll sich die Platzsituation am neuen Standort verbessern: Es wird mehr Parkplätze für Patienten geben.

Anwälte und Architekten?

Bauherrin der neuen Kreuzscheune ist die Pisoni Kriegstetten AG. Die Firma gehörte bis 2013 Urs Bucher, dann verkaufte er sie an eine Investorengruppe. Seitdem wirtet der Gastronom als Pächter im Pisoni-Keller. Einziger Verwaltungsrat der Pisoni Kriegstetten AG ist gemäss Handelsregister Peter Siegenthaler, früher Gemeindepräsident von Kriegstetten.

Derzeit gebe es viele Ideen für die künftige Nutzung der Scheune, sagt Siegenthaler. «Wir sind in Verhandlungen mit künftigen Mietern.» Die Spannweite reiche dabei von einem Anwalts- oder Architekturbüro bis zu einer Firma aus dem Gesundheitsbereich. «Die Business-Nutzung ist im Moment noch völlig offen. Wir diskutieren über gute Projekte.» Konkreter werde es in zwei Monaten, wenn mit dem Innenausbau der Liegenschaft begonnen wird.

Und wie geht es mit dem «Kreuz» weiter? Auch für die Nutzung im ehemaligen Restaurant gibt es Interessenten. Ein Thema sei ein Gastronomiebetrieb. Siegenthaler denkt dabei eher an eine Gaststätte im Sinne eines Cafés, das von morgens 8 bis 17 Uhr geöffnet hat. «Ab 17 Uhr geht es mit dem Betrieb ja unten im Pisoni weiter.» Sicher soll es kein weiteres Restaurant geben.

Aber auch eine geschäftliche Nutzung durch Büros oder andere Betriebe sei im «Kreuz»-Gebäude möglich. Klar ist: Die Innenausstattung des markanten Baus soll beibehalten werden.

Bau soll an alte Scheune erinnern

Gemäss dem beauftragten Architekten Michael Lüthi ist man mit dem Neubau der Kreuzscheune im Zeitplan. «Ende Jahr soll schliesslich die Arztpraxis einziehen können.» Das betonierte Erdgeschoss soll das Aussehen der niedergebrannten Scheune mit den Natursteinen wiedergeben. In den oberen Stockwerken ist die Fassade aus Holz. «Der Bau wurde von der Denkmalpflege abgesegnet», sagt Lüthi. Verbunden ist die Scheune mit dem «Kreuz». Denn die Heizung und die Lüftung werden zentral aus dem Neubau gesteuert.

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