Deitingen
Die Grundversorgung soll im Dorf möglich bleiben

Der Gemeinderat will die Attraktivität Dorf mit Standortmarketing besser vermitteln. Ziel ist ein lebendiges Dorf mit reichhaltigem Dienstleistungsangebot.

Jeanine Rastorfer
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Deitingen möchte einen attraktiveren Standort werden.

Deitingen möchte einen attraktiveren Standort werden.

Hansjörg Sahli

Gemeindepräsident Bruno Eberhard begrüsste die Gemeinderäte zur zweitletzten Sitzung in der bisherigen Formation und wies auf ein Thema hin, das in der neuen Legislatur beschäftigen wird: «Hinsichtlich unserem dörflichen Gewerbe mussten wir in letzter Zeit einige Rückschläge verkraften: der Chäsi-Laden konnte nicht erhalten bleiben und das Bestehen der Metzgerei stand auf der Kippe.» Diesen Entwicklungen könne die Gemeinde nicht tatenlos gegenüberstehen. Zusammen mit dem Gewerbeverein Wasseramt Ost habe man sich an einen Tisch gesetzt und versucht, mögliche Lösungen zu erarbeiten.

Rats-Stenogramm

Der Gemeinderat hat ...

... einer neuen, verbesserten Beschilderung des Baschi-Parkplatzes zugestimmt;

... der Guggenmusik «Chäslochbrätscher» den jährlichen Vereinsbeitrag von 300 Franken gutgesprochen;

... von den Rechenschaftsberichten Stipendienausschuss und Sozialdienst Wasseramt Ost Kenntnis genommen.

Abhilfe verschaffen soll eine Arbeitsgruppe, welche sich dem Standortmarketing widmet und das Dorf, dessen Image sowie dessen Standortvorteile analysiert und gegen aussen wirksam kommuniziert. Die Projektgruppe soll sowohl aus Vertretern des Gewerbevereins und des Dorfes als auch aus marketingversierten Fachleuten zusammengesetzt sein. «Wir wollen unserem Ziel, die Attraktivität des Dorfes zu fördern, die Standortvorteile hervorzuheben und die Grundversorgung sicherzustellen, gerecht werden», führte Eberhard seine Ausführungen fort. Der Rat fasste den Beschluss, den genauen Auftrag der Arbeitsgruppe erst nach deren Zusammensetzung zu bestimmen. Die Rahmenbedingungen wie Zeitplan und Budget müssen im Anschluss vom neuen Gemeinderat definiert werden.

Überbauung Stöcklimatt

Daniel Schreier, Ressortverantwortlicher Bau, führte die anwesenden Räte ins nächste Thema ein: «Leider konnten wir im Zuge der Ortsplanungsrevision noch keinen Plan für die Überbauung Stöcklimatt präsentieren.» Die Bürgergemeinde wurde bisher zwar den Anforderungen des Amtes für Raumplanung gerecht, deckte allerdings noch nicht die Vorstellungen der Planungskommission ab. Aufgrund dessen stellte der Bürgerrat dem Einwohnergemeinderat den Antrag, die Planbeständigkeit zu relativieren. Das heisst, dass diese zwar nicht aufgehoben wird, allerdings die Möglichkeit offen gehalten wird, diese jederzeit wieder aufzuheben. Wäre das nicht der Fall, so wäre der Gestaltungsplan für weitere fünf Jahre gültig – und an der Überbauung Stöcklimatt könnte während dieser Zeit nichts geändert werden. Den Gemeinderat überzeugte das Argument, dass somit genügend Zeit vorhanden ist, um die geplante Überbauung zu optimieren; der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Als Gäste begrüssen durfte der Gemeinderat die Rechnungsprüfungskommission, welche zum Zusatzbericht zur Jahresrechnung 2016 orientierte. Präsident Beat Meyer und Aktuarin Patricia Däpp hielten in ihrem Bericht einige Verbesserungsvorschläge von bilanztechnischer Natur fest, stellten aber klar, dass sie einen sehr guten Eindruck von der Gemeindebuchhaltung haben. Die beanstandeten Punkte sollen in der nächsten Jahresrechnung berücksichtigt werden.