Hüniken
Die Gemeinde will eine gerechtere Verteilung der Schulkosten

Die Gemeinde Hüniken will einen Strich unter die Diskussionen über den Kostenverteiler im Schulverband ziehen.

Marlene Sedlacek
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Hüniken schrieb 2016 einen Verlust.

Hüniken schrieb 2016 einen Verlust.

Hanspeter Bärtschi

Die Diskussion über den Kostenverteiler im regionalen Schulverband äusseres Wasseramt soll einen Abschluss finden. Die Beiträge der Gemeinden Bolken, Etziken, Aeschi, Drei Höfe und Hüniken wurden bis anhin nach Einwohnerzahl berechnet. Profitiert hat dabei vor allem Bolken. Aeschi, das sich benachteiligt fühlte, Etziken und Drei Höfe haben die Vereinbarung auf den 31. Juli 2018 gekündigt. Nun liegt eine neue Regelung vor, die eine Beitragsberechnung aufgrund der Lehrerpensen vorsieht. Für Bolken würden dabei im Übergangsjahr 2018 Mehrkosten von 100'000 Franken entstehen.

Heissen vier Gemeinden die Vereinbarung gut, tritt sie auf 1. August 2018 in Kraft. Stimmen alle zu, gilt sie bereits am 1. Januar und es würden zusätzliche Kosten vermieden. Deshalb wird auch darüber abgestimmt, ob die Gemeinden bereit sind, die Mehrbelastung für Bolken zu tragen. Die 27 an der Gemeindeversammlung Anwesenden stimmten der Vereinbarungsänderung zu. Sie sind auch bereit, einen Teil der Mehrkosten zu übernehmen. Drei Höfe hat bereits zugestimmt. Die Abstimmungen in den anderen Gemeinden folgen.

Die Rechnung weist einen Verlust von 77'817 Franken aus. Dies, weil die Bevorschussung der Erschliessungskosten von 186'686 Franken für den Weieracker aufgelöst werden musste. Kann das Land überbaut werden, kommen die Kosten von den Grundeigentümern zurück. «Irgendwann wird die Gemeinde eine ausgezeichnete Rechnung präsentieren können», prophezeite Gemeindepräsident Jürg Schibler. Ohne diese Bewertungskorrektur und die Neubewertung des Finanzvermögens, ergäbe sich ein Ertragsüberschuss von 29'915 Franken. Der Verlust wird dem Eigenkapital belastet, das nun 461'705 Franken beträgt. Die Rechnung und die Nachtragskredite für die Auflösung der Bevorschussung Weier-acker wurden einstimmig genehmigt.