Günsberg
Die Gemeinde plant mehrere Investitionen im nächsten Jahr — dadurch wird das Budget belastet

Gemeindeversammlung Günsberg stimmte allen Anträgen zu.

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2021 sind Investitionsvorhaben im Umfang von 781'000 Franken vorgesehen. (Archivbild)

2021 sind Investitionsvorhaben im Umfang von 781'000 Franken vorgesehen. (Archivbild)

Yves Wälchli

Finanzressortchef Andreas Bühler führte die 20 anwesenden Stimmberechtigten durch das Budget 2021. Es zeigt einen Gesamtaufwand von 5,7 Mio. Franken und einen Aufwandüberschuss von 38'429 Franken. Die einzelnen Konten zeigen wenig Änderungen. «Mit Vorsicht» wird der Eingang von Steuern und Finanzen in Höhe von 4 Mio. Franken – verglichen mit dem Budget 2020 mit noch 4,3 Mio. Franken – veranschlagt. Dies in Anbetracht der möglichen Auswirkungen durch die Coronakrise.

Dass die Aufgaben für Gemeinden ständig steigen, betonte Gemeindepräsident Rolf Sterki. Er unterstrich, dass die Gemeinde den Steuerfuss halten wolle und dabei auf gutem Weg sei. Mit einem Eigenkapital von 4,2 Mio. Franken und einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1'580 Franken bleibt die Steueranlage von 116 für natürliche und 99 Prozent für juristische Personen unangetastet. Zwar belasten die auf drei Jahre gesplitteten Ausgaben zur Sanierung des Schulhauses von Günsberg im Gesamtbetrag von 1,8 Mio. Franken mit jährlich 600'000 Franken das Budget deutlich. Deshalb werde gemäss Sterki in den kommenden Jahren mit jeweils rund einer halben Million Franken nur noch «moderat» investiert.

2021 sind Investitionsvorhaben im Umfang von 781'000 Franken vorgesehen, wobei neben der Schulhaus-Passerelle und dem Pausenplatz mit 630'000 Franken weitere 36'000 Franken für die Fortführung der Ortsplanungsrevision und 15'000 Franken für einen Projektierungskredit zur Erschliessung Buchrain 3. Etappe eingesetzt werden.

Enthalten ist auch der von der Versammlung einstimmig genehmigte Kredit für die Resterschliessung Kirchmatt mit Kosten in der Höhe von brutto 200'000 Franken. 100'000 Franken fliessen durch Perimetergebühren zurück an die Gemeinde, welche die Strasse kauft und ausbaut.

Günsbergerin ist neue Gemeindeschreiberin

Der Gemeindepräsident stellte die Günsbergerin Joelle Zaugg als neue Gemeindeschreiberin vor. Sie ist seit dem 1. Oktober in einem 60-prozentigen Pensum angestellt. Ihre Verpflichtung sei ein «Glücksfall für die Gemeinde», erklärte Sterki.

Zu sprechen kam er auch auf die Wassersituation, da immer noch Trübungen im Trinkwasser aufzufinden sind. Es seien Massnahmen dagegen getroffen worden, aber um das Problem für die Zukunft zu lösen, werde eine Arbeitsgruppe gebildet. Hoffentlich bald fertig sei die Wasserleitung zwischen der Ribiquelle und der Pumpstation. Ein Thema war auch die Antenne, deren bisheriger Standort im kommenden Jahr gekündigt und jetzt ein Alternativstandort in Absprache mit dem Raumplanungsamt bestimmt wird. (gku)