Deitingen
Die Gemeinde muss ihr Budget für 2018 um eine halbe Million kürzen – bloss wo?

Das Budget sieht nach der ersten Lesung einen Aufwand von 11,2 Mio. Franken und ein Minus von 78'000 Franken vor.

Gundi Klemm
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Gemeindehaus Deitingen

Gemeindehaus Deitingen

Hanspeter Bärtschi

Michael Tüfer (Leiter Finanzressort) und Finanzverwalter Christoph Lütolf informierten den Gemeinderat über das Budget 2018 und hielten fest, dass der Steuereingang einen deutlichen Minderertrag von rund sieben Prozent in beiden Kategorien aufweise. Allerdings sei dies eine Momentaufnahme. «Mit Stand heute sind 50 Prozent der Deitinger Steuerpflichtigen veranlagt.» Bei den natürlichen Personen bedeute dies ein Minus von 354'000 und bei den juristischen Personen 272'000 Franken. Sofern sich dies tatsächlich als Trend herausstelle, müsse man das Budget 2018 um mindestens eine halbe Million reduzieren.

Lütolf hatte die Abweichungen gegenüber dem Budget 2017 aufgelistet, die in einem Plus von 100'000 Franken im Sanierungsbedarf für die Zweienhalle bestehen. Zudem schlagen Mehrkosten unter anderem für die Feuerwehr (17'000 Franken) und für die Spitex (100'000 Franken, durch den möglichen Wegfall des Bürgergemeindebeitrags) zu Buche. Die Gesamtsumme der Abweichungen beläuft sich auf 267'000 Franken. Statt 250'000 müssen dafür neu nur noch 190'000 Franken in den Finanzausgleich einbezahlt werden.

Gemeindepräsident Bruno Eberhard unterstrich sein Ziel: «Wir wollen keine Steuererhöhung.» Um aus eigener Kraft «die Kurve zu kriegen», gelte es nun bis zur zweiten Budgetlesung Sparpotenziale ausfindig zu machen, um den Aufwand zu redimensionieren. Als «Hausaufgabe» wurde weiter beschlossen, das Gespräch mit der Bürgergemeinde zu suchen. Ebenso möchte der Gemeinderat wissen, wie die Firmen ihre Steuervolumina für das nächste Jahr einschätzen.

Im Minimum Dach reparieren

Im Investitionsbereich sind Ausgaben von brutto 1,9 Mio. Franken veranschlagt. Nicht eingerechnet ist die Sanierung des Kindergartens «Baschi», dessen Erneuerung sich laut Bauverwalter Markus Schwarzenbach – ohne Einbezug des jetzt durchlässigen Dachs – auf 575 000 Franken beläuft. Da Schulleiterin Barbara Emch eine Verlagerung des Kindergartens ins Schulareal ausschloss, entschied sich der Rat für einen Besichtigungstermin – um selbst einen Eindruck zu erhalten – und «um im Minimum doch wenigstens das Dach reparieren zu lassen».

Im Weiteren hat der Rat

- beschlossen, den Ausgang der Überprüfung der Beschwerde gegen das als «Ausschaffungseinrichtung» erkannte Asylzentrum in Deitingen/Flumenthal beim Bau- und Justizdepartement abzuwarten, bevor allenfalls weitere Schritte erfolgen;

- der definitiven Einführung der Haushalts-Kunststoffsammlung zugestimmt. Diese kostet jährlich rund 6000 Franken Jahresgebühr. Die dazu nötigen Sammelsäcke kosten 2 Franken;

- sich über den Bericht der externen Schulevaluation gefreut. Alle Ampeln stehen gemäss dieser Beurteilung auf Grün. (gku)