Kriegstetten

Die Gemeinde ist nach wie vor gegen den kantonalen Richtplan

Blick vom Landiturm Subingen nach Kriegstetten mit der Mauritius-Kirche, die von Gemeinderäten und Verwaltungsangestellten besucht wurde. (Archiv)

Blick vom Landiturm Subingen nach Kriegstetten mit der Mauritius-Kirche, die von Gemeinderäten und Verwaltungsangestellten besucht wurde. (Archiv)

Gemeindepräsident Manfred Küng und der Gemeinderat schalten einen Anwalt ein um gegen den kantonalen Richtplan vorzugehen. Denn der Kanton verweigert die Einzonung einer Wiese mitten im Dorf und verlangt stattdessen Verdichtung an der Hauptstrasse.

Gemeinderäte und Verwaltungsangestellte besuchten das Kloster Mariastein. Neben Spaziergang und viel Genuss beim Essen im Pilgerhaus hielten die drei anwesenden Gemeinderäte auch noch eine Gemeinderatssitzung ab.

Nach wie vor ist der Kantonale Richtplan nicht nach dem Geschmack von Gemeindepräsident Manfred Küng und seinem Gemeinderat.

Die Gemeinde wird deshalb ihren Anwalt einschalten, der bis 30. Oktober, dann endet die Auflagefrist, eine Einwendung der Gemeinde einreichen soll.

Inhaltlich nennt der Gemeindepräsident das Wachstum der Gemeinde als eines von mehreren Beispielen für den vorhandenen Ärger mit dem aufgelegten Richtplan.

«Im Räumlichen Leitbild hat die Gemeinde ein stattliches Wachstum von 100 bis 200 Personen in den nächsten 15 Jahren festgehalten. Unsere Zahlen wurden vom Kanton als glaubwürdig eingestuft. Der Bund sagt, dass die Gemeinde genügend Land in die Bauzone aufzunehmen hat, um das Wachstum in den kommenden 15 Jahren aufnehmen zu können.»

Nun verweigere der Kanton aber die Einzonung einer Wiese mitten im Dorf, welche von der Gemeinde schon längere Zeit als künftige Bauzone in die Betrachtungen einbezogen wurde.

Die Längmatte-Wiese liegt aktuell in der Reservezone. «Wir haben gar Stichstrassen zu dieser Wiese gebaut», so Manfred Küng. Der Kanton verlange statt einer Bebauung der Längmatte mit Einfamilienhäusern eine Verdichtung entlang der Hauptstrasse in Kriegstetten.

«Konkret wurde uns gesagt, dass das Einfamilienhauskonzept überholt sei. Das steht aber nirgends in einem Gesetz. Deshalb werden wir uns auch wehren.»

Kriegstettens Gemeindepräsident wird sich auch dagegen wehren, wenn in Solothurn das Stadtmist-Land von der Landwirtschaftszone eingezont werden soll.

«Nach innen verdichten ist vernünftig, ebenso die Siedlungsfläche nicht zu vergrössern. Dann gilt das aber auch für Solothurn. Sonst wird den Landgemeinden eine lange Nase gedreht.»

Reglemente intern ausarbeiten

Abgelehnt wurde der Antrag, die Überarbeitung von Reglementen extern zu vergeben. «Wir wären fast der einzige Gemeinderat im Kanton, welcher den Entwurf von Reglementen auswärts vergeben würde.»

Die Rede ist vom Grundeigentümerreglement und vom Reglement für Wasser- und Abwassergebühren. Die Kosten wurden mit zirka 70 000 Franken veranschlagt, so Küng. «Ein absurd hoher Betrag für etwas, was kein Profi machen muss.» (uby)

Meistgesehen

Artboard 1