Die Verwaltung Biberists unterzeichnet nebst den Städten Solothurn und Olten als erste Gemeinde im Kanton Solothurn die Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor. Laut einer Mitteilung der Gemeinde komme der öffentlichen Hand in der Förderung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann eine Vorbildfunktion zu.

Stefan Hug-Portmann, Gemeindepräsident, ist überzeugt, dass es bei der Schliessung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern und dem verfassungsmässigen Grundsatz des gleichen Lohns für gleichwertige Arbeit nach wie vor Handlungsbedarf gibt. Dies im allgemeinen Sinne und nicht bezogen auf die Gemeinde. Diese sei bereits auf gutem Wege. «Wir setzen Lohngleichheit zwischen Mann und Frau sowie den Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit in unserem Einflussbereich um». Auch Verwaltungsleiterin Lyla Khan glaubt nicht, grosse Überraschungen bei der Überprüfung zu erleben. «Wir haben das gleiche Lohnsystem wie der Kanton. Aber ohne System bleibt eine Lohneinteilung Bauchgefühl», so Khan.

Konkret beinhaltet dieses Engagement eine verwaltungsinterne Sensibilisierung für das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für die Lohnfestsetzung und Funktionsbewertung, die Rekrutierung, Ausbildung und berufliche Förderung zuständig sind, kennen das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann und setzen dieses in ihrer täglichen Arbeit um. «Um diese Massnahme zu unterstützen, überprüfen wir die Einhaltung der Lohngleichheit in unserer Verwaltung ab 2019 regelmässig und nach anerkannten Standards», so Hug-Portmann. Zu den Standards, welche gelten sollen, erklärt Lyla Khan: «Wir werden mit den Tools des Bundes, der die Kampagne lancierte, arbeiten.» (uby)