Bellach
Die Gemeinde hat erstmals seit 2010 eine positive Rechnung

Urs Byland
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Die Rechnung von Bellach schliesst mit einem kleinen Plus ab. (Archiv)

Die Rechnung von Bellach schliesst mit einem kleinen Plus ab. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

Dem Gemeindepräsidenten Roland Stadler ist aufgefallen, dass in der Gemeindeordnung der Paragraf zur Unterstützung der Rechnungsprüfungskommission nicht korrekt ist. Die Gemeindeordnung legte fest, dass der Gemeinderat eine externe Fachstelle einsetzen kann. Dem widerspricht aber das Gemeindegesetz. Dieses schreibt vor, dass die Gemeindeversammlung diesen Entscheid fällen muss. Die entsprechende Korrektur in der Bellacher Gemeindeordnung wurde an der Gemeindeversammlung von den 39 anwesenden Stimmberechtigten zugestimmt. Ebenso klar stimmten sie dafür, dass künftig das Mandat für die Prüfung der Jahresrechnung an ein externes Revisionsunternehmen vergeben wird.

Der Überarbeitung des Abfallreglements, die zu keiner spürbaren Änderung für die Bevölkerung führt, wurde in der Folge ebenso klar zugestimmt wie der Anpassung der Dienst- und Gehaltsordnung. Damit erhält das Verwaltungspersonal künftig jährlich eine Teuerungszulage. Sollte sich der Landesindex zurückentwickeln, wird die Teuerungszulage eingefroren, bis dieser Wert wieder erreicht wird.

Die Rechnung 2016 schliesst bei einem Ertrag von 25,76 Mio. Franken mit einem kleinen Plus von 0,21 Mio. Franken ab. Das ist das erste Plus seit 2010. Mitgeholfen hat auch die Steuererhöhung von 120 auf 125 Punkte. Dennoch wurden die budgetierten Steuererträge durch die natürlichen Personen um über 400 000 Franken klar verfehlt. Andererseits spülten die juristischen Personen fast eine Million mehr Steuererträge in die Kasse. Über die Bilanz abbuchen durfte der Finanzverwalter «faule» Debitorenguthaben (Altlasten) in der Höhe von 700 000 Franken. Damit ist dieses leidige Kapitel geschlossen. Die Abbuchung möglich macht die Neubewertung des Finanzvermögens im Rahmen der Umstellung des Rechnungsmodells. Die Nettoinvestitionen betragen 2,588 Mio. Franken.

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