Feldbrunnen-St. Niklaus

Die ganze Gemeinde steht hinter dem Bau der Seniorenwohnungen

Die fünf Verwaltungsräte der «Wohnen am Dorfplatz AG» beim Spatenstich: (von links) Pascal Steiner, Felix Truninger, Markus Graf, Urs Schweizer und René Garo. Im Hintergrund Aktionäre und Interessierte.

Die fünf Verwaltungsräte der «Wohnen am Dorfplatz AG» beim Spatenstich: (von links) Pascal Steiner, Felix Truninger, Markus Graf, Urs Schweizer und René Garo. Im Hintergrund Aktionäre und Interessierte.

Im Frühsommer 2019 sollen die Seniorenwohnungen mitten im Dorfzentrum bezugsbereit sein. Am Donnerstag wurde der offizielle Spatenstich durchgeführt.

«Von der Gemeinde, für die Gemeinde». Unter diesem Slogan läuft der Bau der 16 altersgerechten Wohnungen in Feldbrunnen-St. Niklaus. Am Donnerstag waren rund 50 Personen dabei, als der offizielle Spatenstich durchgeführt wurde. Das Projekt «Wohnen am Dorfplatz» soll es Senioren ermöglichen, ihre Einfamilienhäuser zu verlassen, ohne aus dem Dorf ziehen zu müssen. Gleichzeitig wünscht sich die Trägerschaft eine Durchmischung, denn auch Familien mit Kindern sollen in die Wohnungen ziehen können, die zu erschwinglichen Preisen angeboten werden.

Gemeinde wollte selbst bauen

René Garo, einer der fünf Verwaltungsräte der «Wohnen am Dorfplatz AG», ging an der kleinen Feier zum Baubeginn kurz auf die lange Geschichte des Projektes ein. Von 2009 bis 2015 wurden diverse Möglichkeiten geprüft, wie die Gemeinde den Bau selbst hätte umsetzen können. Nachdem klar wurde, dass dies nicht realisierbar ist, wurden Private eingeladen, Projektideen einzureichen.

Acht Vorschläge wurden präsentiert und zwei Projekte kamen in die engere Wahl. An einer Gemeindeversammlung im April 2016 setzte sich das Projekt von René Garo und Architekt Pascal Steiner durch. «Dann ging es zügig voran», so Garo. Im Dezember 2016 wurde die AG Wohnen am Dorfplatz von den fünf Verwaltungsräten Pascal Steiner, Felix Truninger, Markus Graf, Urs Schweizer und René Garo gegründet, und weniger Tage später kaufte die Aktiengesellschaft die Grundstücke im Dorfzentrum von der Gemeinde.

Im Mai 2017 gab es eine Kapitalerhöhung und 36 weiteren Aktionäre, darunter auch Ehepaare, traten der AG bei. Garo zeigt sich stolz, dass die AG Eigenmittel von 2,5 Millionen Franken aufbringen kann. Er hofft zudem, dass der Bau zügig vorangeht und termingerecht erstellt werden kann. «Es gibt bereits Interessenten für die Wohnungen, die nun schon länger warten und umziehen möchten.»

Architekt Pascal Steiner bezeichnete das Projekt als eine «Herzensangelegenheit». Da er selbst einige Jahre in Feldbrunnen wohnte, hat er die ersten Diskussionen über die Seniorenwohnungen mitbekommen. Er bedankte sich auch für das grosse Vertrauen der Bevölkerung und die Unterstützung, die man im Dorf erfahre.

«Wir haben wirklich lange diskutiert und geplant. Darum sind wir alle froh, dass es jetzt vorwärtsgeht», meinte Urs Schweizer, der gestern als Vertreter des Gemeinderates sprach. Er zeigte sich auch glücklich darüber, dass eine Idee, die im Gemeinderat entstanden ist, nun durch eine private Trägerschaft umgesetzt und finanziert wird.

«Dass 50 Aktionäre den Bau der Wohnungen nicht nur ideell, sondern auch finanziell unterstützen, ist nicht selbstverständlich.» Das zeige auch den speziellen Geist, der im Dorf zu finden sei. Schweizer zeigte sich zudem überzeugt, dass mit dem Bau der 16 Wohnungen ein weiterer Ort entstehe, in dem sich Menschen aus dem Dorf treffen und sich austauschen können.

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