Die Spitex Aare kann ihre Arbeit aufnehmen. Die Gründung wurde am Donnerstagabend im Sitzungszimmer des katholischen Pfarreizentrums beschlossen. Eine langer Überzeugungskampf, insbesondere des Personals und der Vereinsleitungen, fand ein Ende. Die Gemeindevertreter der beiden bisherigen Spitexorganisationen Bucheggberg und Aare Nord sprachen sich einstimmig für die Fusion aus. Einzig Biezwil nahm nicht an der Gründungsversammlung teil.

Die Gemeinde verabschiedet sich aber nicht auf Nimmerwiedersehen, sondern strebt denselben Sonderstatus wie die Gemeinde Lohn-Ammannsegg an und will künftig die Spitexleistungen mit einem Vertrag von der neuen Spitex Aare beziehen. «Damit können wir gut leben», sagt Mili Marti, Geschäftsführerin der beiden bisherigen und der neuen Spitexorganisation. Die Leistungsvereinbarung mit Lohn-Ammannsegg sei eine Win-Win-Abkommen. Die Gemeinde sei zufrieden, aber auch die Spitexorganisation.

Spannende Vorstandswahl

Die Gründungsversammlung leiteten die beiden Präsidenten der alten Spitexorganisationen Philippe Choffat (Aare Nord) und Martin Willi (Bucheggberg). Die einzelnen Traktanden waren schnell abgearbeitet. Beim wichtigsten Punkt, der Genehmigung der Statuten, die einstimmig erfolgte, erklärte Martin Willi, dass noch einzelne Begehren aus den Gemeinden eingearbeitet worden seien. Zudem meldete sich Susanne von Sury, die Vertreterin von Feldbrunnen-St. Niklaus.

Sie erkundigte sich zu den aus ihrer Sicht strengen Mahnungsmodalitäten für die Gönner. Martin Willi erklärte mit einem Schmunzeln, man habe halt die strengere Formulierung der Bucheggberger übernommen. Aber Mili Marti konnte glaubhaft machen, dass das Mahnungsprozedere bei künftig 1800 Gönnerinnen und Gönnern die Administration nicht all zu sehr strapazieren dürfe.

Die Wahl des Vorstands der neuen Spitex Aare war dann der zweite spannende Punkt der Gründungsversammlung, an der etliche Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten der Spitexgemeinden anwesend waren. Klar war die Verteilung mit 3 der 7 Sitze für die Leberberger Gemeinden und 4 Sitzen für die Bucheggberger. Letztere konnten sich aber nicht auf 4 Personen einigen. Sie schickten 5 Personen ins Rennen. Die Leberberger Kandidaten Pascale von Roll (Balm), Max Roland Berner (Günsberg) und Philippe Choffat (Rüttenen) waren unbestritten. Von den Bucheggberger Kandidaten holten Myrta Flury (Lohn-Ammannsegg), Martin Willi (Schnottwil), Bernhard Jöhr (Messen) und Cyrill Schildknecht (Lüterswil-Gächliwil) die Sitze. Anita Hug Mbungu (Buchegg) erhielt am wenigsten Stimmen, die für ihr Engagement Applaus erhielt. Diesen holte sich auch Martin Willi bei seiner Wahl ab. Er ist der erste Präsident der Spitex Aare.

Willi versprach in seiner Antrittsrede Kontinuität und Verlässlichkeit gegenüber den Kunden, dem Personal, den Gemeinden, dem Kanton und den Krankenkassen. «Wichtig sind die Kunden und die Mitarbeiter. Wir legen Wert auf gut geschultes Personal, das schon seit einiger Zeit zusammenarbeitet. Der Kitt untereinander ist gross, sie sind schon heute ein Team.»