Riedholz

Die Führung der Chäsi ist neu, das Personal und die Einrichtung sind geblieben

Patrick Misteli und Jacqueline Calame führen die Chäsi Riedholz seit Anfang Januar.

Patrick Misteli, der Sohn von Konrad Misteli, dem Besitzer der Stadtchäsi in Solothurn, hat sich per Anfang 2019 in Riedholz selbständig gemacht. Zusammen mit seiner Familie führt er nun die allseits bekannte Chäsi an der Hauptstrasse. Altershalber hat der vorherige Besitzer der Chäsi Riedholz, Enzo La Cognata, seinen Betrieb eingestellt und die Chäsi Patrick Misteli und seiner Lebenspartnerin Jacqueline Calame übergeben. «Er ist auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich nicht sein Nachfolger werden wolle», so Misteli.

Als Sohn des Stadtchäsi-Besitzers kennt er das Business. «Ich habe die letzten zwölf Jahre im Betrieb meines Vaters gearbeitet und hatte nun Lust, zusammen mit meiner Partnerin Jacqueline Calame und unserem gemeinsamen Kind, eine neue Herausforderung anzutreten.» Am 7. Januar hat Misteli gemeinsam mit seiner Familie die Riedholzer Chäsi eröffnet.

Verändert haben die neuen Mieter des Ladens nicht viel. «Wir haben lediglich einige der alten Möbel durch neue ersetzt und die Chäsi nach unserem Geschmack eingerichtet», meint Calame.

Italienischer Touch bleibt

Das Sortiment habe sich ebenfalls kaum verändert. «Wir haben das frühere Käsesortiment aufgestockt und führen neuerdings auch ein kleines Pflanzensortiment», erläutert Calame und zeigt auf die Blumen, die auf Tischen draussen vor dem Laden stehen. Das Kerngeschäft sei allerdings der bereits erwähnte Käse und natürlich die italienischen Spezialitäten. «Die hat unser Vorgänger bereits verkauft und wir wollten diesen italienischen Touch beibehalten.»

Ebenfalls übernommen haben Misteli und Calame die drei Arbeitskräfte, die bereits für den vorherigen Mieter gearbeitet haben. So bleibt den Kunden der Riedholzer Chäsi nicht nur das gewohnte Sortiment erhalten, sondern auch ein Teil des altbekannten Personals.
Die Atmosphäre in der Chäsi ist ebenfalls unverändert. «Wir möchten, dass hier wie bisher ein familiäres Klima herrscht», erklären Misteli und seine Partnerin.

Auch regionale Produkte

Die beiden schätzen den persönlichen und herzlichen Umgang mit der Kundschaft. «Man merkt einen Unterschied zur Stadt. Hier ist alles viel persönlicher, man kennt sich und duzt sich teilweise.» Ausserdem werde im Dorf noch mehr Wert auf regionale Produkte gelegt. «Die Kunden schätzen es, dass wir Sachen vom Wallierhof oder dem nahegelegenen Schachen verkaufen.» Auch geschätzt werde, dass es im Dorf einen kleinen Laden gebe, in dem man eben fast alles kaufen könne. «Wir verkaufen vom Putzmittel über Käse, bis hin zu kleinen fixfertigen Geschenken alles», betont Calame.

Gerade ältere Leute seien froh, wenn sie nicht in die Stadt fahren müssten, um einzukaufen. Dass sie so einen Beitrag zum Dorf leisten können, freut die neuen Mieter. Nach nun gut einem Monat ziehen die beiden eine positive Bilanz. «Wir sind bis jetzt sehr zufrieden und glücklich darüber, die Riedholzer Chäsi weiterzuführen.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1