Kreisschule Halten-Oekingen-Kriegstetten
Die Fronten verhärten sich in Sachen Kreisschule

Nach wie vor wollen Kriegstetten und Halten einen Wechsel zum Delegiertensystem anstreben, während Oekingen dies kategorisch ablehnt. Einig sind sich alle, dass die Kreisschulkommission auf 6 Mitglieder reduziert werden soll.

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Die Kreisschule HOEK (rot markiert) sorgt für Unstimmigkeiten

Die Kreisschule HOEK (rot markiert) sorgt für Unstimmigkeiten

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Die Kreisschule Halten-Oekingen-Kriegstetten schlittert in eine Krise. Nicht in Gefahr ist der Betrieb der Kreisschule.

Gestritten wird über die Struktur der Kreisschule mit der monatlich tagenden Kreisschulkommission und der normalerweise zweimal jährlich stattfindenden Schulgemeindeversammlung.

Der Gemeinderat von Kriegstetten wie auch der Gemeinderat von Halten wollen eine Abkehr vom System mit der Schulgemeindeversammlung hin zum System mit einer Delegiertenversammlung.

Man sei sich unter den drei Gemeinden einig bezüglich einer Reduktion der Kreisschulkommission von 9 auf 6 Mitglieder (2 pro Gemeinde Kriegstetten, Oekingen und Halten).

«Die Kreisschulkommission ist das ausführende Organ, quasi der Gemeinderat der Schulgemeinde. Eine Reduktion macht Sinn, da die Geschäfte auch in einer Sechser-Besetzung zu bewältigen sind», erklärt Simon Wiedmer, Ressortverantwortlicher im Gemeinderat von Kriegstetten. Nicht einig ist man sich aber bezüglich einer Änderung hin zu einem Delegiertensystem.

Schlichtung gescheitert

Ende März wurde eine gemeinsame Sitzung von Gemeinderäten der drei Dörfer zur geplanten Statutenänderung durchgeführt.

Ueli Bucher, Ex-Gemeindepräsident von Zuchwil und Berater, hat die Vor- und Nachteile beider Systeme aufgezeigt. Das Resultat bleibt sich gleich. Nach wie vor wollen Kriegstetten und Halten einen Wechsel zum Delegiertensystem anstreben, während Oekingen dies kategorisch ablehnt.

«Es ist schade, dass die kleinste Gemeinde im Verbund die Reformbemühungen blockiert», erklärt Wiedmer. Entweder akzeptiere man nun die Haltung von Oekingen oder man suche eine andere Lösung. «Wir werden das Thema im Gemeinderat diskutieren und unser Vorgehen entscheiden.»

Im Sommer will der Gemeinderat von Kriegstetten die Gemeindeversammlung informieren und das weitere Vorgehen kommunizieren.

Der Gemeinderat hat zudem einem Antrag des Vereins Pro Wasseramt zugestimmt. So sollen einige Objekte in Kriegstetten im Rahmen des Urzeitenweges beschriftet werden. Die Kosten werden mit Beiträgen aus dem Lotteriefonds bestritten. (uby)