Gut 5 Jahre nach der Revitalisierung zeigt sich jetzt: die Massnahmen bewähren sich. Die bei der Revitalisierung im und am Bachbett angelegten Steine, die Ausbuchtungen und die Kleinstrukturen wie Dreiecks-Holzbuhnen sorgen für unterschiedliche Fliessgeschwindigkeiten, Strömungsmuster und Kiessortierungen. Sedimente lagern sich um und führen zu unterschiedlichen Gewässertiefen. Dadurch haben sich vielfältige Lebensräume entwickelt, von denen z.B. die Fische profitieren, wie die Staatskanzlei in einer Medienmitteilung schreibt.

Auch der Biber ist an den revitalisierten Bachabschnitt zurückgekehrt. Er unterstützt mit seiner Lebensweise die dynamische Entwicklung des Gewässerlaufs. Die einst kahlen Flächen begrünen sich und entlang vom Ufer gedeihen die gepflanzten Heckengehölze wie Pfaffenhüttchen und Schneeball.

Das Amt für Umwelt des Kantons Solothurn hat für die Erfolgskontrolle auch die weniger auffälligen Entwicklungen des Bibernbaches genau unter die Lupe genommen. Um die Besiedlung des Gewässers aufzuzeigen wurden beispielsweise die Kleinlebewesen erfasst und der Fischbestand gezählt. Auch hier ist die Entwicklung positiv.

Bei einer Begehung sind die Erfahrungen eines Fischereipächters, des Bewirtschafters des Gewässerraums und des kantonalen Projektleiters einbezogen worden. Sie bestätigen die mehrheitlich erfreulichen Entwicklungen. Verbesserungspotential liegt bei den Drainageeinleitungen. Während der Bauphase ist darauf zu achten, dass die Drainageeinläufe auf die späteren Entwicklungen im Bach vorbereitet werden und nicht verstopfen. (sks)