Peter Jordi ist mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Dorffestes. Zwar hat er das «Doledechu-Fest» am Freitagabend nur zu Beginn erlebt. «Nachher musste ich einfach schlafen gehen, ich war so müde», gibt er zu und am Montagmorgen kämpfte er mit einer Erkältung, aber das tut seiner guten Laune keinen Abbruch. Mehrmals braucht er das Wort «grossartig» wenn er auf die vergangene Festwoche zurückblickt. Und meint: «Das hat der Gerlafinger Seele gut getan.»

OK-Mitglieder immer vor Ort

«Die Festwoche war jeden Schweisstropfen wert.» Wie alle Ok-Mitglieder war auch Peter Jordi jeden Abend im Festzelt präsent und hat auch mit angepackt. Bänke geschleppt beispielsweise. «Wir sind selten vor zwei oder halb drei am Morgen ins Bett gekommen.» Zusätzlich waren sie Ansprechpartner bei Problemen. Flexibilität und Improvisation war mehr als einmal gefragt. So beispielsweise am Samstagabend, als so viele Besucher kamen, dass die Sitzgelegenheiten nicht ausreichten und zusätzliche Festbänke beim Fussballclub organisiert werden mussten.

«Die Gerlafingerinnen und Gerlafinger haben es uns gedankt, indem sie das Festzelt und die Anlässe zahlreich besucht haben.» Jordi gibt zu, dass das Vorhaben ambitioniert war. Das OK war sich nicht sicher, ob eine Festwoche nicht zuviel ist und Ermüdungserscheinungen eintreten. «Aber das Publikum war da.» Speziell schön, so Jordi: «Wir hatten keinen negativen Zwischenfall. Kein öffentliches Besäufnis. Es wurde nichts kaputt gemacht und nichts geklaut.»

Nachts wurde das Festzelt übrigens von einer privaten Sicherheitsfirma überwacht, die auch tagsüber – sehr diskret – präsent war. «Unser Sicherheitschef im OK musste ein fast 50-seitiges Konzept über alles Mögliche verfassen, und es beim Kanton einreichen», so
Jordi.

Verschiedene Akteure

Speziell war, dass sich verschiedene Akteure am Fest beteiligten. So war fast jeden Abend jemand anderes für das Restaurant im Festzelt zuständig. «Das Essen war vielfältig. Es ging von Dönervariationen zu Cevapcici, der gewöhnlichen Bratwurst bis hin zum Chili con Carne.» Das speziell abgefüllte Gerlafinger Bier ist übrigens ebenfalls praktisch ausverkauft. Zwei Abende wurden grösstenteils durch die Schule mit der Aufführung des Musicals bestritten, der Freitagabend war ein «Fest im Fest» und wurde durch die Zivilschutz-Altherren organisiert.

Ebenfalls integriert war der Seniorennachmittag. Der, so Jordi, ein grosser Erfolg war. «Wir hatten hundert Personen mehr, als bei einem Ausflug mit dem Car.»
Wenn Jordi ein Highlight nennen soll, dann kann er sich nicht so richtig entscheiden. Das Musical der Schule sei sehr gut angekommen. Und der Umzug der Schulkinder am Samstagmorgen war laut Jordi «rührend und wunderschön». Den Einstieg am letzten Montag mit dem Promi-Talk bezeichnet er als «gepflegt», und am Countryabend am Samstag war die Stimmung ausgezeichnet.

Jordi hatte aber auch seine helle Freude am Multi-Kulti Tag am Mittwoch. «Die Aufführung des Chors Anatolia, die tamilische Tanzgruppe und der orientalische Tanz waren schon speziell.» Schliesslich darf auch der Samstagnachmittag im Rückblick nicht fehlen, an dem sich die verschiedenen Blaulicht-Organisationen präsentierten und das neue Atemschutz-Fahrzeug offiziell übergeben wurde. Im oekumenischen Gottesdienst am Sonntag wurde das Festmotto aufgenommen. «Und den Kindern hat der kleine Lunapark gefallen.»