Langendorf
Die Festredner rückten das Wohl der Schwächeren in den Fokus

Die Festredner brachten den Langendörfern vielfältige Aspekte der Schweizer Solidarität näher.

Niccolo von Siebenthal
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Gilbert Schuppli, Seelsorger der Katholischen Kirche
19 Bilder
1. August Feier 2106 Langendorf
gemütliches Beisammensein
Die Concert Band umrandet den Anlass
Die Concert Band umrandet den Anlass
Die Concert Band umrandet den Anlass
Aufmerksame Zuhörer bei den Festreden
Aufmerksame Zuhörer bei den Festreden
Aufmerksame Zuhörer bei den Festreden.
Aufmerksame Zuhörer bei den Festreden.
Aufmerksame Zuhörer bei den Festreden.
Aufmerksame Zuhörer bei den Festreden.
Die Pistolenschützen beim Risottokochen
Der Schweizerpsalm darf nicht fehlen
Daniel Hürlimann, Vize-Gemeindepräsident
Aufmerksame Zuhörer bei der Festrede.
Aufmerksame Zuhörer bei der Festrede.
Aufmerksame Zuhörer bei der Festrede.
Aufmerksame Zuhörer bei der Festrede.

Gilbert Schuppli, Seelsorger der Katholischen Kirche

Hanspeter Bärtschi

Die Bundesfeier wurde von der Concert Band Langendorf mit klangvollen Intermezzos begleitet. Vizepräsident Daniel Hürlimann widmete dem diesjährigen Thema der Feier, der Solidarität, ein paar einführende Worte. Für diese Thematik sei eine sozialpolitische Perspektive unabdingbar, denn nur in einer solidarisch gekennzeichneten Gesellschaft stelle sich die Frage nach sozialer Gerechtigkeit. Das bedeute, dass man für einander einstehe und ein Klima schaffe, das auf einem Zusammengehörigkeitsgefühl und Gemeinsinn beruht. In Anbetracht der schwierigen politischen Situation auf der Welt sei Solidarität mit weniger privilegierten Menschen mehr als angebracht.

Gilbert Schuppli von der katholischen Kirche Langendorf nahm diesen Faden sogleich auf. So sei der Geburtstag eines Landes meist die optimale Gelegenheit dazu, sich die wichtigen Fragen des Lebens zu vergegenwärtigen. Die Schweiz sei quantitativ und auch qualitativ zu einem grossen Land geworden, was der Wohlstand belege. Es sei aber gerade in solch unruhigen Zeiten, in denen beispielsweise 35 000 Kinder aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung oder ungeniessbarem Trinkwasser täglich sterben, oft schwierig, diese Privilegien richtig schätzen zu können, weil es manchmal an den Relationen fehlt. Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Erfolgsgeschichte der Schweiz sei indes aus der Überzeugung und der gegenseitigen Solidarität entstanden, die sich die Gründerväter gegenseitig geschworen hatten, und kein Produkt des Zufalls, was sich heute in der grossen humanitären Tradition und Solidarität gegen aussen widerspiegle.

Ziel: Soziale Gemeinschaft

Als letzter Redner stiess David Kummer vom Amt für soziale Sicherheit sogleich zum essenziellen Kerngedanken vor: dass die Worte «die Stärke eines Volkes misst sich am Wohl der Schwachen» nach wie vor sehr prominent in der Bundesverfassung verankert sind, sei unglaublich schön und dafür sei es dankbar. Es gehöre zu einem besonders schönen schweizerischen Gedankengut, dass man sich um die Schwächeren kümmern und dies als wunderbare Bereicherung empfinden dürfe. Kummer weiss, wovon er spricht – zeit seines Lebens hat er sich beruflich für das Wohl der Schwächeren eingesetzt.

Und doch hätten sich Veränderungen bemerkbar gemacht, die zu denken geben sollten. So seien im vergangenen Jahr 100 Millionen Franken für die Sozialhilfe ausgegeben worden, was eine markante Steigerung zu den Ausgaben vor einem Jahrzehnt darstelle. Nun müsse aktiv das Problem in Angriff genommen werden, dass die Sozialhilfe zumeist aufs Materielle beschränkt wird, was einer Entsolidarisierung gleich komme. Das erstrebenswerte Ziel sei somit, dass diese Menschen in unsere soziale Gemeinschaft eingebunden werden.